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Newsletter #14
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Awards und so
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Schön, dass Du hier bist. Dieser Newsletter wird immer länger. Das liegt diesmal am EMOP Berlin, der hier mit einigen Ausstellungsankündigungen vertreten ist. Um den Newsletter nicht völlig zu überladen, habe ich die Fotobuchbesprechung auf den nächsten Newsletter verschoben. Vielleicht stelle ich dann einfach zwei Fotobücher vor.
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Was es diesmal sonst noch gibt, neben den vielen Ausstellungen: Eine sanfte Kritik an Fotobuchawards, sanfte Hände, eine neue sanfte Podcastfolge und eine Verlosung. Das ist doch mal was. Und wie in einem früheren Newsletter (vielleicht besser Infoletter?) angekündigt: Es wird Neuigkeiten geben. Gleich zwei Dinge werden im nächsten Newsletter veröffentlicht und der Welt mitgeteilt. Ende März. Gespannt? Ja, fragt mich mal! Ansonsten: Viel Spaß mit Fotografie. Bis bald. Euer Alex.
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Und nun: Bitte unterstützen Sie so viel kostenfreien Text und Bild mit einer kleinen Spende – kann man hier bei Steady.
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Im Prinzip gibt es in Deutschland nur zwei eigenständige, relevante Preise für Fotobücher: den Photobook Dummy Award und den Deutschen Fotobuchpreis. Der Dummy Award ist aus dem ehemaligen Kassel Photobook Festival und dem damit verbundenen Kassel Dummy Award hervorgegangen. Von 2008 bis 2018 gab es zusätzlich den Kassel Photobook Award – dieser ist jedoch mit dem Festival verschwunden.
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Glücklicherweise hat Calin Kruse von dienacht Publishing diese Lücke erkannt und organisiert in diesem Jahr bereits die vierte (15.-16.03. in Leipzig) Ausgabe des Leipzig Photobook Festivals. Damit stellt sich die Frage: Warum nicht auch den Photobook Award wiederbeleben?
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Ja, warum eigentlich nicht?
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Während der Dummy Award beim Photobook Museum um Frederic Lezmi und Markus Schaden sehr gut aufgehoben scheint, bin ich mir über die Relevanz des Deutschen Fotobuchpreises nicht sicher.
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Um es gleich vorwegzunehmen: Ich finde es großartig, dass es diesen Preis gibt, und ich schätze es, dass sich Andy Scholz und Martin Rosner darum kümmern. Wirklich.
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Aber: Der Deutsche Fotobuchpreis war bislang nicht unbedingt dafür bekannt, das Medium Fotobuch mit besonderer Hingabe oder gezielter Förderung zu unterstützen. Zumindest kann ich mich nicht bewusst an eine Preisträgerin oder ein Buch erinnern. Stattdessen habe ich vor allem die zahlreichen Badges wahrgenommen, die mir überall im digitalen Raum begegnen: Bronze, Silber, Gold – was schließlich zu einer sehr langen Liste an Auszeichnungen führte.
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Dummerweise hat sich genau dieser Modus mit der Übernahme des Preises nicht geändert. Schade. Mehr dazu weiter unten.
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Kritik an Shortlists und Awards
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Im letzten Jahr haben Jörg Colberg und Brad Feuerhelm Kritik an den Awards und insbesondere an der Shortlist-Praxis geübt. Ich war kurz geneigt, Einspruch zu erheben, fand es dann aber doch irgendwie langweilig. Denn: An Awards und Shortlists gibt es eigentlich nichts auszusetzen.
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Nichts wäre so privilegiert, wie sich über eine Nennung und Förderung von Künstler*innen und deren Arbeiten zu echauffieren. Außerdem lief fast zeitgleich die Einreichungsphase des Deutschen Fotobuchpreises – vielleicht also nicht der richtige Zeitpunkt für einen Kommentar.
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Die grundsätzliche Kritik von Feuerhelm und Colberg lässt sich schnell zusammenfassen: Die Shortlists sind viel zu lang. Also gar nicht short.
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Hmmmm. Naja. Eine Shortlist von 50 aus 420 Einreichungen (Dummy Award) finde ich auch grenzwertig, aber: Who cares? Die Präsentation dieser Shortlist entschädigt schon für einiges. Jedes (!) Buch wird in einem Video auf YouTube durchgeblättert. Entschuldigung, aber: stark! Neben der Erwähnung gibt es also auch noch kostenlose und gut produzierte Promo.
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Ich erinnere mich noch genau, wie ich selbst 2015 die E-Mail vom Dummy Award bekam: Shortlist! Ich habe mich wahnsinnig gefreut. Da war es mir völlig egal, wer oder wie viele noch auf der Liste standen. Genau für dieses Gefühl gibt es Shortlists: Anerkennung. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich 2015 kaum soziale Medien genutzt habe. Es gab keinen Kanal, um meine Freude öffentlich zu teilen, um Likes und Herzchen zu sammeln, um mich noch mehr zu freuen. Mein Name auf der Liste hat völlig gereicht. Und das würde auch heute noch reichen – vor allem, wenn mein Buch damals online schon so präsentiert worden wäre, wie es heute beim Dummy Award üblich ist: als Buch. Als Objekt zum Durchblättern und Anfassen.
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Die kleine Nörgelei
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Leider – und hier kommt der nörgelnde Teil – verhält sich der Deutsche Fotobuchpreis fast gegenteilig.
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Weder in den sozialen Medien noch auf der Website findet man einen einzigen Blick ins Buch. Keine Sneak Peeks, keine Inhalte, kein Blättervideo. Man findet:
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- Buchcover
- wahnsinnig viel Text (sogar die jeweilige Laudatio der Preisverleihung)
- auf Social Media mehr Bilder der Veranstalter als der Bücher selbst
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Und natürlich: Badges, Badges, Badges. Ich kapiere es nicht. 12 Kategorien, jede mit Gold, Silber und Bronze.
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Das bedeutet für den Jahrgang 2024/25:
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- 12× Gold
- 29× Silber
- 47× Bronze
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(Sofern ich richtig gezählt habe.) Insgesamt also 88 ausgezeichnete Bücher.
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Das ist – sagen wir es freundlich – ein bisschen viel.
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Zumal der Preis ja genau darin besteht, ausgezeichnet zu werden und dafür eine Urkunde und Aufkleber/Badges zu bekommen. Nicht mehr und nicht weniger.
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Es bleibt also völlig unklar, was die Gewinner wirklich auszeichnet.
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Als Zaungast einer solchen Preisverleihung bin ich dann eher enttäuscht.
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- Ich sehe keines der Bücher online.
- Ich verstehe nicht, was genau prämiert wurde.
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Ja, wer ausgezeichnet wird, freut sich – natürlich, und zu Recht.
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Aber ich stelle mir dann immer vor, dass bei Olympia das Siegerpodest einfach 50 Stufen hätte, damit alle irgendwie mit draufkommen. Ein bisschen wie im Kindergarten.
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Herzlichen Glückwunsch: Du bist die 49te Gewinnerin. Hier ist dein Aufkleber.
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Noch einmal: Ich finde diesen Preis gut und wichtig. Aber wird man den ausgezeichneten Arbeiten und Büchern wirklich gerecht, wenn sich die gesamte Kommunikation darauf beschränkt, digitale Sticker zu verteilen und Bilder der Preisverleihung zu posten?
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Bitte, liebes Team des Deutschen Fotobuchpreises: Könnt ihr diesen Award zu einer wirklich relevanten Auszeichnung machen? Könnt ihr das Fotobuch selbst feiern – so, wie ihr es proklamiert – und nicht nur die Veranstaltung darum herum? Ich befürchte sonst, dass sich irgendwann andere um das Thema „Fotobuch Award“ in Deutschland kümmern werden. Das Leipziger Photobook Festival wäre dafür jedenfalls prädestiniert. Calin Kruse? Und dann bleibt noch die Frage nach den Kosten. Wer seine Badges (CMYK gedruckt, nix da Gold, Silber, Bronze) nachbestellen will, zahlt 15 € für 18 Sticker, die digitale Variante kostet (!) 12 €. Die Einreichungsgebühr bewegt sich zwischen 55 und 90 €, wobei Studierende mit 10 €vergleichsweise günstig dabei sind.
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Unterm Strich bedeutet das: Man kann quasi eine Urkunde gewinnen, für die man insgesamt über 100 € bezahlt hat. Macht das Sinn?
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Ich bin mir bewusst, dass es ein grundsätzliches Problem ist, wer, wann, wie und warum für kreatives/künstlerisches Schaffen ausgezeichnet werden soll. Die Diskussion über die mögliche Bewertung künstlerischer und kreativer Arbeit ist nicht neu. Wenn das aber dazu führt, dass man lieber mehr als weniger auszeichnet, weil man selbst nicht genau weiß, was eine Auszeichnung wert ist, dann erweist man der Sache (dem Fotobuch) eher einen Bärendienst. Ich wünsche mir, dass Auszeichnungen so kommuniziert werden, dass sie auch einen Wert haben. Das kann gerne heißen, es gibt einen ersten, zweiten und dritten Platz. Fertig. Auch ohne echten Preis (Geld, Produktion, was auch immer) wäre das eine wirklich ernstzunehmende Anerkennung. Für alles andere gibt es lange Shortlists.
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Ausstellungen und Events bis zum 28.03.25
Die folgenden Empfehlungen und Nennungen speisen sich aus dem dieMotive-Veranstaltungskalender. Was eingetragen ist, kann auch genannt werden. Hier und auf Instagram. Ab sofort ist der Eintrag auch mit Bildupload kostenlos.
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EMOP Berlin „European Month of Photography"
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Gestern, am 27.02.2025, wurde der EMOP Berlin in der Akademie der Künste in Berlin eröffnet. Was nun folgt, lässt sich kaum in Worte fassen. Nahezu jeder mögliche Raum (naja, ich übertreibe) in Berlin wird mit Fotografie bespielt. Die Möglichkeiten, in der Eröffnungswoche vom 01.-09.03. Vernissagen, Talks, Buchpräsentationen und andere Events zu besuchen, sind kaum aufzuzählen. Insgesamt bietet der diesjährige EMOP Berlin rund 100 Ausstellungen im gesamten Stadtgebiet. Was bei mir schon im Vorfeld zur absoluten FOMO führt. Die Angst etwas zu verpassen ist wirklich groß, zumal ich es weder am Eröffnungswochenende noch in der Eröffnungswoche nach Berlin schaffe. Eine mittlere Katastrophe für einen Festivalliebhaber. Mal sehen, wie ich das verkrafte. Vom 19. bis 23.03. werde ich dann aber doch vor Ort sein. Der Hauptausstellung in der Akademie der Künste am Hanseatenweg und auch der AFF Galerie werde ich definitiv einen Besuch abstatten. Und sonst? Ich bin noch dabei, mir ein Ausstellungsprogramm zusammenzustellen. Für die Hauptausstellung verlose ich übrigens 2x2 Karten. Mehr dazu am Ende des Newsletters. Hier nun einige Ausstellungen, die im März beginnen. Auch außerhalb Berlins.
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Felipe Romero Beltrán – Dialect H E U T E VERNISSAGE 28.02.2025 18 Uhr
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Ort: Prinzessinnenstraße 29, 10969, Berlin
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Felipe Romero Beltrán: Dialect, 2022. Pigment on paper, 50 x 40 cm. Ed. 4/7 + 2 AP: Courtesy of the artist and Hatch Gallery. © Felipe Romero Beltrán
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Klemm’s freut sich, die erste Einzelausstellung des kolumbianischen Künstlers Felipe Romero Beltrán in der Galerie anzukündigen, in der Auszüge aus seiner Fotoarbeit Dialect (2020-2023), sowie die Videoprojektion Recital (2020) präsentiert werden. Der Künstler Felipe Romero Beltrán beschäftigt sich in seinen fotografischen Langzeitprojekten mit diversen Aspekten des größeren Themenkomplexes Migration und deren Schauplätzen. In seinen medienübergreifenden Auseinandersetzungen gibt er den Protagonist:innen eine Stimme und rückt deren Realitäten immer auch in den größeren gesellschaftlichen Kontext, wobei er eindrucksvolle und nachhallende Bilder schafft. Die Ausstellung findet im Rahmen des European Month of Photography in Berlin statt.
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Die Ausstellung läuft bis zum 12.04.2025
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Passing Distance VERNISSAGE 01.03.2025 18-23 Uhr
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Ort: Karl-Marx-Straße 95, 12043, Berlin
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Im Rahmen der European Month of Photography (EMOP) 2025 präsentiert die Gruppenausstellung „Passing Distance“ des Kollektivs Herspective, Werke von 22 Fotografinnen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema Distanz und Nähe auseinandersetzen. Die Ausstellung, die von Trine Skraastad und Tobias Laukemper kuratiert wird, reflektiert die vielfältigen Dimensionen menschlicher Beziehungen und Wahrnehmungen in einer zunehmend fragmentierten Welt. Die Arbeiten bieten Einblicke in eine breite Palette fotografischer Praktiken und Themenschwerpunkte – von persönlichen Projekten bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen. Jede der Arbeiten fordert den Betrachter heraus, die eigene Wahrnehmung und die unsichtbaren Grenzen zwischen Nähe und Distanz zu hinterfragen. Wir sehen, es gibt keine einfachen Antworten. Es wird kein festes „Wahrheitsbild“ konstruiert, es geht vielmehr darum die Unsicherheit und Komplexität in menschlichen Beziehung.
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Die Ausstellung läuft bis zum 08.03. und mehr Infos gibt es hier.
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Artist Talk: Cihan Çakmak & Katharina Klapdor Ben Salem
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ARTIST TALK am 01.03. um 14:30 Uhr
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Ort: Hanseatenweg 10, 10557, Berlin
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Cihan Çakmak, Foto: privat
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Zwischen Nachtträumen und Tagträumen, zwischen Bild und Sprache: Katharina Klapdor Ben Salem spricht mit der Künstlerin Cihan Çakmak über ihre erste Publikation „ez fraktal“. Ihre fotografische Arbeit verhandelt Fragen von Identität, Sehnsucht und Traumata. Zwischen Tradition und Emanzipation, Anpassung und Selbstverwirklichung untersucht sie die Ambivalenzen, die über Generationen hinweg Identitäten formen. Was trennt uns, was verbindet uns? Ein Gespräch über Sichtbarkeit, autobiografische Narrative und die Fragilität von Herkunft.
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Der Talk ist Teil des EMOP Berlin und findet auf der Messe PHOTOS IN BOOKS statt. Danach wird die Künstlerin am Verlagstisch ihr Buch signieren.
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DEEP DREAM
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VERNISSAGE 01.03.2025 16 Uhr
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Wo: Galerie FeldbuschWiesnerRudolph
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Ort: Jägerstr.5, 10117, Berlin
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Die Ausstellung DEEP DREAM bringt Arbeiten der Künstler*innen Marta Djourina, Lukas Hoffmann, Sara-Lena Maierhofer, Berit Schneidereit und Lucia Sotnikova zusammen.
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Der Grad der Undurchsichtigkeit eines Materials wird mit dem Begriff Opazität beschrieben. Im übertragenen Sinn beschreibt Opazität die Schwierigkeit, etwas zu verstehen oder zu durchschauen. Die Ausstellung „Deep Dream“ versammelt fünf künstlerische Positionen, die mit fotografischen Mitteln den Blick auf Bereiche lenken, die außerhalb unserer Wahrnehmung oder Vorstellungskraft liegen: Marta Djourina untersucht Phänomene des Lichts und schafft in der Dunkelkammer Bilder, die unsichtbare Prozesse sichtbar machen. Sara-Lena Maierhofer belebt ausgestorbene Spezies und inszeniert in kleinformatigen Fotogrammen Dinosaurier des Spätkapitalismus. Lukas Hoffmann zeichnet in seiner Serie „Doppelbelichtungen“ durch zeitliche und räumliche Verschiebungen unmerkliche Bewegungen im Stadtraum auf. In den Fotografien von Berit Schneidereit versperren Gitter- und Netzstrukturen den Blick auf das Abbild und zeigen, wie sich mediale Bilder zwischen uns und die Welt schieben. Lucia Sotnikova nutzt stereotype Bilder der Popkultur und subtile Manipulation um gesellschaftliche Normen zu hinterfragen; in ihren Arbeiten verschmelzen Körper und Projektionen zu hybriden Bildwelten.
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Die Ausstellung läuft bis zum 29.03. und mehr Infos gibt es hier.
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Louis Roth. fata morgana
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06.03. VERNISSAGE UND BOOK RELEASE um 18 Uhr
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Ort: Waterloo Ufer o.Nr. (Nähe U1/ Hallesches Tor), 10961, Berlin
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Louis Roth: Bewässerungsarbeiter, 2023, aus der Serie fata morgana, 2023/24, Tintenstrahldruck, 42 x 30 cm
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Die neue ägyptische Verwaltungshauptstadt ist eine Stadt, die auf dem Reißbrett geplant und im Wüstensand errichtet wurde. Die Wüstensiedlung soll Wohnraum für rund 6,5 Millionen Menschen schaffen und Kairo infrastrukturell entlasten. Da die militärische Führung des Landes die Verlagerung ihrer Machtzentren an den abgelegenen, exklusiven Ort strategisch plant, bleibt die neue Stadt dünn besiedelt, was bei Kritiker*innen des Megaprojekts zunehmend Besorgnis hervorruft. Über den Horizont der Stadt hinaus stellt Louis Roth mit der Langzeitserie fata morgana die Frage nach der Praxis der Errichtung monumentaler Bauwerke und danach, warum dies in der Folge für die Herrschenden und die Gesellschaft so oft schief geht. Während des European Month Of Photography in Berlin zeigt der ehemalige Kurator der Deichtorhallen Ingo Taubhorn in seinem neuen Projektraum „HAUS 1“ in Kreuzberg an fünf Wochenenden fünf Einzelausstellungen. Die zweite Position belegt Louis Roth mit der Arbeit fata morgana und läd herzlich zur Eröffnung am sechsten März ein. Eine neue, überarbeitete Edition seines ausverkauften Buches fata morgana wird zur Eröffnung erscheinen.
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Die Ausstellung läuft bis zum 09.03.
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Book Release »ez fraktal« von Cihan Çakmak
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04.03. Book Release um 19 Uhr
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Wo: erster erster – Raum für Kunst, Design und neues Arbeiten
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Ort: Pappelallee 69, Berlin
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Shift Books lädt herzlich zur Veröffentlichung von »ez fraktal«, der ersten Künstlerin-Publikation von Cihan Çakmak, ein. Im Rahmen der Veranstaltung führt Giulia Cramm ein Gespräch mit der Künstlerin über ihre Arbeit und den Entstehungsprozess des Buches.
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Das Fotobuch »ez fraktal« (ich selbstähnlich) der Künstlerin Cihan Çakmak widmet sich den Themen Selbstbestimmung, Trauma und Sehnsucht. Es enthält Selbstporträts sowie Fotografien, die über einen Zeitraum von sieben Jahren entstanden sind. Ergänzt wird es durch Zitate aus gesammelter Nachtträume, die gemeinsam die visuelle und erzählerische Sprache formen. Diese Publikation erzählt die Geschichte aus der Perspektive einer kurdisch-deutschen Frau – eine Stimme, die in Deutschland bisher selten in dieser Form gehört wurde.
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Dresscode: Passend zum Buch hat sich Shift Books einen Dresscode überlegt: Samt! Ob blau oder eine andere Farbe – kommt, wie ihr mögt! (Natürlich kein Muss 😉 )
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Räume kneten
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VERNISSAGE am 06.03. um 18 Uhr
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Ort: Erich-Weinert-Str.76, 10439, Berlin
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Jan Borreck, Jasmin Geneviève Ahmad, Ilkin Guliyev, Anna Jocham, Jana Müller, Sonja Riemann, Tom-Luca Schmitt, Larissa Zauser Die Summe allen Geschehens wird entschieden in einer Art ‚Dazwischen‘, sei es metaphorisch Beschriebenes, frei Interpretierbares, visuell Gebautes oder algorithmisch bestimmtes. Diese Denk- und Bildräume können gebrochen, geöffnet oder versperrt werden. Der Bildraum und der physisch erfahrbare Raum stehen in der Fotografie in einem Spannungsverhältnis zwischen dem Inneren und dem Äußeren. In den dabei entstehenden Zwischenräumen können Begegnungen stattfinden, aber auch Konflikte entstehen, die Missverständnisse fördern. Diese Dynamik zeigt sich in vielen Aspekten unseres Lebens – zum Beispiel in der physischen Trennung durch Mauern und Zäune oder in der digitalen Welt durch Zugangsbeschränkungen und Zensur. Die Art und Weise, wie wir die Zwischenräume gestalten und nutzen, hat direkten Einfluss auf unser Zusammenleben und das Vermögen, uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund bringt die Ausstellung acht künstlerische Positionen zusammen, initiiert und kuratiert von Jan Borreck, Jana Müller und Sonja Riemann.
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Die Ausstellung läuft bis zum 30.03.2025.
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The Forest for the Trees
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VERNISSAGE am 06.03. um 18 Uhr
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Ort: Kochhannstrasse 14, 10249, Berlin
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Foto: Miji Ih, aus der Serie "Münder"
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Die Ausstellung „The Forest For The Trees“ widmet sich auf vielschichtige Weise der Beobachtung subtiler Strukturen patriarchaler Macht und deren tiefgreifenden gesellschaftlichen Implikationen. Die Künstler*innen setzen Found-Footage, inszenierte Fotografie und dokumentarische Ansätze in Austausch miteinander und zeigen auf, dass Diskriminierung nicht bloß sichtbar stattfindet, sondern tief in soziale und kulturelle Gefüge eingebettet ist – subtil verankert in Bildern, zwischenmenschlichen Beziehungen, Erinnerungen und alltäglichen Erfahrungen.
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Teilnehmende Künstler*innen: Louisa Boeszoermeny, Felix Deiters, Friederike Goebbels, Miji Ih, Sinead Kennedy, Dana Rabea Jäger.
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Kuratiert von Louisa Boeszoermeny, Friederike Goebbels, Miji Ih, Dana Rabea Jäger in Zusammenarbeit mit Natascha Pohlmann und Indra Schwarz.
Die Ausstellung läuft bis 20.04.2025.
Infos hier.
Die AFF Galerie sucht aktuell in einem OPEN CALL nach neuen Teammitgliedern. Ich wohne einfach zu weite weg, sonst wäre ich ja dabei. Solche schönen Projekte sind nur unterstützenswert. Mehr Infos gibt es HIER.
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Michael Kerstgens. Out of Control
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VERNISSAGE am 07.03.2025 um 19 Uhr
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Wo: Fotografie Forum Frankfurt
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Ort: Braubachstraße 30–32, 60311, Frankfurt am Main
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Euphorie auf der Tanzfläche, Aufruhr in den Fabriken, sich stetig wandelnde Landschaften – in der Ausstellung präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) gesellschaftspolitische Langzeit-Fotoessays des deutschen Fotografen Michael Kerstgens (*1960), entstanden zwischen 1984 und heute. Mit großer Sensibilität dokumentiert er in Großbritannien, Russland, um den afrikanischen Tanganikasee und vor allem in Deutschland den Wandel von Lebenswelten und gesellschaftliche Umbrüche – von der industriell geprägten Gemeinschaft hin zu einer Konsum- und Freizeitgesellschaft.
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Die Ausstellung läuft bis 11.05.2025.
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Aktivismus in der Fotografie
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Wo: ANNELISE – RAUM FÜR BÜCHER UND BILDER
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Ort: Gneisenaustraße 30, 44147, Dortmund
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Kampf um die Pressefreiheit – Der Fall Carlotta Steinkamp
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Die "Runde Ecke" hat Carlotta Steinkamp eingeladen, um über ihren Fall und den Kampf um die Pressefreiheit zu sprechen. Was steckt hinter ihrer Verurteilung? Ist ihre Arbeit als Journalistin in Gefahr?
Mehr Infos HIER.
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Jonas Höschl – Point of No Return
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VERNISSAGE am 13.03. um 18 Uhr
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Wo: Galerie Anton Janizewski
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Ort: Weydingerstraße 10, 10178, Berlin
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Wie lässt sich Geschichte begreifen und aufarbeiten, ohne in veralteten oder festgefahrenen Narrativen zu verharren, abseits von Verklärung oder posthumer Instrumentalisierung? Jonas Höschls Arbeit “SSSSSSuzuki” wirft genau diese Frage auf. Die multimediale Installation basiert auf einem Relikt aus den 70er Jahren, das zufällig zu einem Symbol wurde: die Suzuki GS 750. Das Motorrad geriet 1977 in die Schlagzeilen, als zwei Mitglieder der RAF Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine Personenschützer von einem Exemplar eben dieses Modells aus erschoss und als dann zwei Wochen später eine Werbung mit dem Slogan „Sportskanone für Scharfschützen“ veröffentlicht wurde. Im Zentrum von Höschls Installation steht die Suzuki selbst, deren Präsentation dem Display der RAF-Ausstellung im Haus der Geschichte Stuttgart nachempfunden ist. Auf der Rückseite befindet sich eine Video-Collage aus Bildern von Bauteilen, Bedienungsanleitung, Reparaturhandbuch und dokumentarischen Aufnahmen der Tat, Tatwaffe und des Tatorts. Einige Bilder, insbesondere die der Leichen oder vom Tatort, werden nur Millisekunden eingeblendet und wirken wie ein Versuch, das kollektive Unterbewusstsein zu adressieren. Diese Darstellung ist nicht nur eine Kritik an den Manipulationstechniken der Medien, sondern auch Kennzeichen des Dokusurrealismus, bei dem historische Elemente miteinander konfrontiert werden, um nicht offensichtliche Zusammenhänge anzudeuten.
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Die Ausstellung läuft bis zum 19.04.2025
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Leipzig Photobook Festival
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15.-16.03.2025
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HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst in der Leipziger Baumwollspinnerei
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Ort: Spinnereistr. 7, 04179, Leipzig
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Das vierte Leipzig Photobook Festival widmet sich dem Thema „Intime Strukturen“. Die intimen Strukturen bezeichnen einerseits die persönlichen Beziehungen auf unterschiedlichsten Ebenen – oder deren Fehlen; andereseits ist auch eine eingeschworene Gemeinschaft, ein Dorf eine solche Sozialstruktur. Ausserdem werden wir wieder Podiumsdiskussionen, Präsentationen, Fotobuch- und Fotoausstellungen, Filmvorführungen, ein Bühnenprogramm, Portfolio-Reviews, Projektionen, usw. veranstalten.
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Während des Festivals wird es auch die zwei folgenden Ausstellungen geben:
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Janine Bächle: Becoming Parents
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Das Fotografielangzeitprojekt „Becoming Parents“ von Janine Bächle gibt einen intimen Einblick in Familie als Struktur, Elternschaft und Individualität innerhalb dieses Beziehungsgefüges. Roh und ungeschönt begleitet die Fotografin ihren eigenen Alltag mit positiven sowie negativen Aspekten. Ihre subjektiven und intimen Momentaufnahmen repräsentieren ein Gefühl für Familie als abstrakte, strukturelle Größe, die von Freude und Liebe bis hin zu Erschöpfung und Angst unterschiedlichste Emotionen sowie Problematiken fasst. Die autobiografische und fortlaufende Serie zeigt eine wichtige Facette der großen Bandbreite intimer Strukturen, auch in Hinblick auf die Rolle der Mutter und die Entwicklung innerhalb dieser Verantwortung als Individuum sowie Künstlerin.
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Michael Ackerman: Time Moving & Storage
Time Moving & Storage ist gleichzeitig eine Retrospektive und ein Work in Progress, das verschiedene Projekte und Bücher vereint. Einige wurden bereits veröffentlicht, andere stehen kurz davor. Dazu gehören „End Time City“, „Half Life“, „Fiction“, „Smoke“ und „Epilogue“ sowie „New York“ und „Warsaw (Family History)“. Michael Ackerman wurde 1967 in Tel Aviv als Sohn von Flüchtlingen aus Polen, Rumänien und Bulgarien des zweiten Weltkriegs geboren. Als er 7 Jahre alt war, verließ seine Familie Israel in Richtung New York – sein Vater beschloss, dass seine Söhne keine Soldaten werden sollten. Aufgrund seiner persönlichen und familiären Geschichte der Entwurzelung wurde er mit 18 Jahren Fotograf. Die Fotografie war für ihn eine neue Sprache, eine Stimme und ein Weg, sich mit einer oft zerbrechlichen und verletzlichen Menschheit zu verbinden. Ihn treibt das Bedürfnis an, hinter Oberflächen und Fassaden zu blicken, um das Unsichtbare zu sehen. „Time Moving & Storage“ war der Name eines New Yorker Transportunternehmens, das das Unmögliche versprach: die Bewegung und Lagerung von Zeit.
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Ephemeral Echoes von Simon Gerlinger
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VERNISSAGE & BOOK RELEASE am 14.03. um 19 Uhr
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Ort: Saarbrücker Str. 25, 10405, Berlin
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Die Fotografien von Simon Gerlinger fangen flüchtige Momente zwischen Bewegung und Stillstand ein und laden dazu ein, sich den leisen, oft übersehenen Augenblicken zu widmen. Die gleichnamige Ausstellung wird an diesem Abend eröffnet und ist bis zum 28. März zu sehen. Über acht Jahre hinweg hat Gerlinger in Dänemark, Berlin, Dortmund, New York und Südfrankreich fotografiert – doch seine Bilder sind weniger eine geografische Dokumentation als eine Reise ins Innere. Sie lösen Erinnerungen aus, sind Projektionsflächen und Reflexionen über Vergänglichkeit.
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Die Ausstellung läuft bis zum 28.03.2025. Infos HIER.
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Jens Umbach – Mental Health Kintsugi
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VERNISSAGE am 14.03. um 19 Uhr
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Wo: Galerie pavlov’s dog zu Gast im Studioatelier Yves Sucksdorff
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Ort: Meinekestr. 6, 10719, Berlin
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In dieser Ausstellung werden fotografische Porträts von Menschen gezeigt, die mentale Erkrankungen überwunden haben. Die Bilder des Künstlers Jens Umbach fangen nicht nur die Persönlichkeit der Porträtierten ein, sondern auch ihre Resilienz, Stärke und den Weg zur Heilung. Die Fotografien und Interviews erzählen Geschichten von Hoffnung, Selbstreflexion und Neubeginn – intime Einblicke und zeugen von dem Mut, offen über mentale Gesundheit zu sprechen. Die Ausstellung bietet Raum für Inspiration und Dialog und möchte gleichzeitig das Bewusstsein für psychische Erkrankungen stärken.
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Die Ausstellung läuft bis zum 29.03.2025. Infos HIER.
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Invisible Lines – Reflexionen der Gegenwart
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VERNISSAGE am 15.03. um 18 Uhr
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Marie Eberhardt: Mutter und Töchter, 2024, aus der Serie Generationen im Wandel, Analogfotografie, Mittelformat (Kodak Portra 400)
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Unter dem Titel „Invisible Lines – Reflexionen der Gegenwart“ untersuchen 28 Fotograf*innen der Berliner Regionalgruppe des Female Photoclubs die unsichtbaren Grenzen unserer Gesellschaft. In einer Zeit wachsender Konflikte und Spaltungen beleuchten die Fotografien die feinen Linien zwischen Nähe und Distanz, Vertrautheit und Fremdheit, Gemeinschaft und Isolation. Die ausgestellten Arbeiten beschäftigen sich mit gesellschaftskritischen Themen, wie dem Wandel des Lebens und behandeln Motive wie Herkunft, alternative Elternschaft und Altersarmut. Sie zeigen den Umgang mit der eigenen Identität und die Herausforderungen, denen marginalisierte Gruppen begegnen. Regionale Schwerpunkte, von erfolgreichen Frauen in Sachsen bis zum Aufwachsen in einer spanischen Enklave in Marokko, verdeutlichen die Vielfalt und Komplexität der Themen. Durch den nicht-männlichen Blick werden gesellschaftliche Barrieren sowie die Möglichkeiten, diese zu überwinden, sichtbar gemacht. Die Ausstellung ist Teil des offiziellen Programm des EMOP 2025, mit dem diesjährigen Leitmotiv „Was zwischen uns steht“. „Invisible Lines“ stellt einen Dialog zwischen individuellen Perspektiven und größeren sozialen Strukturen her, fordert zur Reflexion der Brüche unserer Zeit auf und ermutigt dazu, Wege zur Überwindung zu finden.
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Die Ausstellung läuft bis 23.03.
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WESTEND Gallery ONE
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OPENING am 16.03. um 11:30 Uhr
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Wo: Kultur und Kreativwirtschaftszentrum DEZERNAT#16
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Ort: Emil-Maier-Str.16, 69115, Heidelberg
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Die WESTEND Gallery ONE bringt zeitgenössische internationale Fotografie in den öffentlichen Raum des neu gestalteten Emil-Maier-Parks am Kulturzentrum DEZERNAT#16 in Heidelberg. Mit Akinbode Akinbiyi, Asli Özçelik, Jule Wild, Abrie Fourie, Eyal Pinkas, Jochen Steinmetz. Kjartan Einarsson. Sie ist Teil des OFF FOTO Festivals 2025. Kuratiert von Jochen Steinmetz, unterstützt von der Stadt Heidelberg und der Heidelberger Dienste gGmbH.
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Sticking To The Uncertain
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VERNISSAGE am 21.03. um 19:00 Uhr
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Wo: Abteilung für Alles Andere
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Ort: Ackerstraße 18, 10119, Berlin
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Marta Djourina, Steffi Lindner, Thomas Buts, Daniela Risch Sticking To The Uncertain erkundet mit fotografischen Praktiken Phänomene des Vagen und Unklaren und widmet sich dabei gezielt Fragestellungen zu Material und Abläufen fotografischer Prozesse. Dabei werden bewusst gängige Techniken und Materialien gegen ihre beabsichtigte Verwendung eingesetzt. So entstehen im Ergebnis vorwiegend kameraloser Verfahren verschiedenartige Aufzeichnungen von Lichteinfall, -brechung und -wanderung in Form von Fotogrammen, Chemigrammen, Polaroids und Cyanotypien. Mit den daraus entstehenden Unikaten unterwandern die Künstler:innen gezielt die Idee der Inbesitznahme von Welt durch fotografische Abbilder. Läuft bis 06.04.
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Doch so geht es auch
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VERNISSAGE am 21.03. um 19:00 Uhr
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Wo: Projektraum Kunstquartier Bethanien
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Ort: Mariannenplatz 2, 10997, Berlin
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Die Ausstellung thematisiert persönliche Erfahrungen und dynamische Einflüsse des urbanen Lebens auf den Menschen mit vier Projekten, die individuelle Emotionen und kollektive Strukturen der Gesellschaft reflektieren. Eva Bodemer beschäftigt sich mit konstruierten und gewachsenen Strukturen in Technik und Natur. Anordnungen von Pflanzen, Tierspuren und anthropogenen Objekten werden in Das Azur und die Biosemiotik zu künstlichen Szenarien einer hybriden Welt komponiert. In Johnny porträtiert Astrid Piethan die jungen und zarten aber in gleichem Maße bestimmten Anfänge von Selbstwahrnehmung, Selbstbild und eigener Identität. Stefan Schilling erwandert für Webertal von Industriearchitektur geprägte Stadtteile von Wuppertal. In einer Zeit der vierten industriellen Revolution blickt er auf die Schichten der Stadtgeschichte. Lebensrealitäten Jugendlicher in von Klimakrise, Rechtsruck und politischem Populismus geprägter Welt sind Ausgangspunkte in der Serie Monde exposé von Frank Schumacher, in der er ein fragmentarisches Bild einer Jugend zeigt, die sich in einem komplexen Geflecht aus Herausforderungen und Gefühlen positioniert.
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PORTFOLIO
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Ramona Schacht
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Ramona Schachts Arbeit ist mir zum ersten Mal während der Darmstädter Tage der Fotografie 2023 aufgefallen, als sie zusammen mit Luise Marchand und Max Schwarzmann im Konsum Mathildenhöhe ausstellte. Dort waren in der Fensterfront diese schweren, geschweißten Stahlrahmen zu sehen, in denen es sich die (Archiv-) Bilder über die Industrialisierung und die Rolle der Arbeiterinnen fast schon gemütlich gemacht hatten. Dabei handelte es sich um Teile ihrer Arbeit „My covered (fem.) History“. Ich war zweimal dort und habe es genossen, die Arbeiten durch das Schaufenster zu betrachten. Dabei greift sie in jeder ihrer Werkgruppen auf die Fotoarchive unterschiedlichster Fabriken zurück und findet in der Bearbeitung, Ordnung und Präsentation eine Form der thematischen Verdichtung, wie ich sie bisher selten erlebt habe. Der Teil „Sanfte Hände“ aus der Gruppe PICTURES AS A PROMISE (p.a.a.p.) ist ein gutes Beispiel dafür.
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Ramona Schacht: o. T. (Prüfung im Labor für Fadenfestigkeit, Archiv Spinnerei Leipzig) 2023
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Ramona Schacht verarbeitet dabei historische Fotografien und Dokumente aus Leipzig und Kyiv, die Arbeiterinnen in der Baumwolltextilproduktion darstellen. Ja, da sind sie, diese Hände, diese Arbeiterinnen, diese Maschinen. Sanft, jedoch nicht oberflächlich. Dass es hier um mehr geht als um Hände sollte klar sein. Die Bilder sind durch die Ausschnitte sehr eigenständig, aber nicht so einfach zu lesen, wie es scheint. Es geht Ramona um die Rolle der Arbeiterin in der Nachkriegsgesellschaft. So viel dazu. Danke. Ein Thema, das zumindest mir noch nicht untergekommen ist, das sich aber über die Bilder erschließen lässt, auch ohne Text. Wenn es Text zu den Arbeiten gibt, dann sind die Zusatzinformationen wohldosiert und ordnen die Arbeit gut in das Gesamtwerk ein. Mir selbst fällt es nicht gar nicht so leicht, die Arbeit angemessen zu würdigen. Zu umfassend sind die Gruppen, zu tiefgehend das Thema. Vielleicht zeichnet die Arbeit etwas aus, was manch anderen Arbeiten oft fehlt: Sie ist inhaltlich zwingend und gleichzeitig formal äußerst präzise. Bis in die Präsentation hinein gibt es keinen Raum für Kritik. Man merkt, dass der Entstehungsprozess der Arbeit egal ist. Die endgültige Form ist anders nicht denkbar. Zumindest nicht für mich. Ich finde das großartig. Verdichtung und Fokussierung, so würde ich die künstlerische Praxis von Ramona Schacht beschreiben.
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Ramona Schacht: o. T. (Maschine mit fotoelektromagnetischen Systemen zur Überwachung von Fadenrissen, eingesetzt in der Strickerei der Kiewer Trikotagenfabrik Rosa Luxemburg, bedient von A. Knito, Kyiv 1959, TsDKFFA, Ukraine) 2022
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Ramona Schacht: o. T. (Maschine zur Kontrolle und Vermessung von Stoffen Komsomolzin V. Golata bei der Arbeit, Kyiv 1964, TsDKFFA, Ukraine) 2022
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Ramona Schacht: o. T. (Darstellung der Kokon- Wickelmaschine mit 80 Aufnahmepunkten zur Produktion von Rohseide auf Spulen Darnytskyi Seiden Kombinat, Kyiv 1957, TsDKFFA, Ukraine) 2022
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Mehr von Ramona gibt's hier.
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Open Call
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Der OPEN CALL für die Ausstellungen der 13. Wiesbadener Fototage ist im vollem Gange! Dazu werden Fotograf/innen und Künstler/innen eingeladen, sich mit Foto- oder Videoprojekten zum Festivalthema »Zukunft? Welche Zukunft?!« zu bewerben. Was erwartet die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber?
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• Eine Ausstellung während der Wiesbadener Fototage vom 23. August bis 7. September 2025 • Veröffentlichung im Katalog der Wiesbadener Fototage • Chance auf zwei Förderpreise (Preis der Jury und Publikumspreis) von je 1.500 Euro • Ausstellungshonorar in Höhe von 250 Euro • Erstattung der Reisekosten bis zu 150 Euro • Nationale und internationale Promotion Jetzt bewerben! Noch bis 15.03.2025.
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Eigene Sachen
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Was gibt’s Neues? Eine neue Podcast-Episode ist online, mit Tobias Zielony. Cool, oder? Ja, finde ich auch.
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Findet sich bei Spotify und Apple oder YouTube. Und direkt hier. Was es mit der Falschaussage, Tobias wäre Dokumentarfotograf, auf sich hat erfährt man dort. Und noch einiges mehr.
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Exkursion
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Verlosung
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In Kooperation mit dem EMOP Berlin verlose ich 2x2 Tickets für die zentrale Ausstellung des Festivals „was zwischen uns steht. Fotografie als Medium der Chronik“ in der Akademie der Künste, die während des gesamten Festivals eingelöst werden können.
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Was man dafür tun muss? Zwei einfache Fragen beantworten:
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Wann wurde die Podcast-Episode von dieMotive mit der Leiterin des EMOP, Maren Lübbke-Tidow, veröffentlicht?
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Wie lautet der Titel der Ausstellung in der AFF Galerie, die am 06.03. eröffnet wird?
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Die Antworten bitte bis zum 29.03.2025 um 23:59 Uhr an info@diemotive.de schicken. Betreff: Verlosung. Die Gewinner*innen werden am 30.03. benachrichtigt.
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Oder auf diesen Newsletter antworten.
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Die Sektion Bild der DGPh organisiert vom 22.-23.03. eine Exkursion zum EMOP und wird dort einige Ausstellungen besuchen und mit beteiligten Kurator*innen und Künstler*innen sprechen. Wir besuchen folgende Institutionen/Ausstellungen: C/O Berlin, die zentrale Festivalausstellung „was zwischen uns steht. Fotografie als Medium der Chronik“ in der Akademie der Künste sowie den Paneltalk "Open Debate: EMOP Berlin × Akademie der Künste zum Leitmotiv WAS ZWISCHEN UNS STEHT: WOHIN DRIFTET EUROPA? Wie Künstler*innen den Krisen der Gegenwart begegnen", f³ – freiraum für fotografie. RADICAL BEAUTY, PERSONS PROJECTS. GREY CRAWFORD. TRANSFIGURATIONS, Galerie Klemm's Felipe Romero Beltrán sowie EMOP SPECIAL C/O Leipziger Strasse 56 "Meet Me Halfway".
Infos und Anmeldung gibt es hier. Achtung der Exkursionsplan ist dort anscheinend noch nicht aktualisiert. Eventuelle Eintrittsgelder (C/O, Akademie und f3) sind natürlich im preis inbegriffen. Die Exkursion ist explizit auch für nicht-Mitglieder der DGPh. Meldet euch an! Das werden zwei schöne Tage.
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Du hast bis hierher gescrollt. Schön. Ich erinnere noch einmal an die Möglichkeit, dieMotive über STEADY zu unterstützen. Hilft. Immer.
Das Kartenquiz ist aktuell reduziert, alles muss raus und so. Hier einzeln, oder als Set.
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Dies war der vierzehnte Newsletter. Der nächste Newsletter erscheint. Bald. Im März.
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Nun bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Rückmeldungen und die Begegnungen zu bedanken.
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Wer in irgendeiner Form mit mir/dieMotive kooperieren möchte, soll sich gerne melden. Ich kooperiere gerne. Und sonst was Maude sagt: Menschen sind meine eigene Spezies, die mag ich.
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