dieMotive Logo

Bulletin #20

Zack. Urlaub vorbei. Es dürfte ca. 3 Minuten gedauert haben, bis sich nach der Ankunft
zu Hause die Urlaubsgefühle wieder in Alltagsgefühle verwandelt haben. 3 Wochen ohne Fotografie, Bücher, Ausstellungen und sonstige Alltagsgegenstände der Fotoverrücktheit können auch ganz entspannend wirken. Ich habe 5 nichtssagende Urlaubsschundromane gelesen, von denen ich bei dreien nicht mal mehr eine zweizeilige Inhaltsangabe machen könnte. Die waren so wunderbar nichtig, dass ich beim Lesen sogar über andere Dinge nachdenken konnte. Urlaub fürs Gehirn. Dementsprechend auch kein Portfolio und kein Buch in diesem Bulletin. Aber Postkarten.

Was passiert so im September? Einen richtigen Überblick habe ich mir noch nicht erarbeiten können. Aber ich freue mich schon sehr auf das double-feature: gute aussichten mit den Jahrgängen 23/24/25. Siehe unten.

Und morgen, am 30.08., um 17:30 Uhr gibt es auch noch den DGPh-Talk im Kunsthaus Wiesbaden. Mit Mika Sperling, Henner Flohr und mir. Im Anschluss daran gibt es (quasi nebenan) noch einen kleinen Quizabend in der Galerie Rubrecht Contemporary.

Postkarten

Irgendwie aus der Zeit gefallen. Wem schickt man was? Und was verschickt man überhaupt? Eine Seite zum Schreiben, die andere mit Fotografien oder Illustrationen. Alles am Rande des Kitschabgrunds – manchmal sogar schon ein paar Schritte darüber hinaus.
Während meines diesjährigen Sommerurlaubs in Frankreich stand ich wieder vor der bekannten Frage: Welche Karte ist schrecklich genug, um sie zu verschicken? Die Auswahl ist oft schwerer als gedacht. Am Urlaubsort meines Vertrauens gibt es anscheinend keine Karten mit nur einem Motiv mehr. Stattdessen stapeln sich in den Kartenständern Varianten mit mehreren Bildern, getrennt durch einen weißen Steg. Und natürlich muss alles drauf sein: ein bisschen Strand, ein bisschen Aktivität, ein bisschen Sonnenuntergang, ein bisschen Natur. Werbung für eine Region, reduziert auf vier Bilder.
Ich schicke gern Postkarten: einen kurzen Text zum Wetter, ein paar persönliche Worte, einen netten Gruß – fertig. Schön soll die Karte nicht unbedingt sein. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, bewusst „schlechte“ Karten auszuwählen. Zumindest in touristischen Regionen bleibt oft keine andere Wahl. Alles zwischen schön und schaurig wäre gleichermaßen langweilig. Ein schöner Sonnenuntergang? Geht zwar immer, aber ein fotografierter Sonnenuntergang am Meer ist meistens schon deutlich über den Kitschabgrund hinaus.
Sonnenuntergang am Atlantik
Trotzdem zückte ich mein Telefon, während die Sonne im Meer versank. Es war, als wäre ich plötzlich betrunken. Ich schäme mich. Muss aber auch grinsen. Warum auch immer, nun habe ich drei Aufnahmen eines Sonnenuntergangs in meiner Fotobibliothek. Der Sonnenuntergang war schön, die Bilder sind es nicht. Wahrscheinlich werde ich sie wieder löschen oder mir davon Postkarten drucken lassen, um sie dann zu verschicken.
Dabei könnten Postkarten auch richtig großartig sein. Wie viele Künstler*innen haben wohl schon mindestens eine Serie von Postkarten mit eigenen Arbeiten produziert, um ihre Kunst zu bewerben? Ich schätze: alle. Aber wo sind diese Karten? Werden sie wirklich verschickt oder hängen sie nur an Kühlschranktüren? Liegen sie (wie bei mir) in Stapeln auf dem Schreibtisch?

Ich habe mir fest vorgenommen, nicht mehr nur im Urlaub Karten zu verschicken. Von nun an möchte ich auch häufiger Menschen, die ich kaum oder nur über soziale Medien kenne, eine Karte schicken. Es könnte also sein, dass bald vermehrt Post bei manchen im Briefkasten landet. Wer auch eine Karte bekommen möchte, kann mir gern seine Adresse schicken. Und noch besser: Wer Postkarten mit eigenen Arbeiten hat, kann sie mir schicken. Dann kann ich sie zum Verschicken nutzen. Bei jeder Bestellung eines Kartenquiz lege ich ohnehin eine Karte bei – jetzt gerne auch mit „fremden“ Karten. Ein analoges Social Media – ganz ohne Algorithmus. Das gefällt mir.

Natürlich wurden Postkarten bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts von Künstler*innen als eigenständige Kunstform genutzt. Soweit bin ich noch nicht. Manchmal reicht es auch, einen ehrlich gemeinten Gruß zu schreiben und ihn mit einer Fotografie zu verbinden. Wo geht das sonst? Per Mail mit Foto und Gruß? Eher gruselig.
Ich freue mich schon riesig darauf, bald wieder Karten zu verschicken. Nur für meine Handschrift möchte ich mich vorab entschuldigen – Sorry.

Ausstellungen und Events
bis zum 30.09.25

Die folgenden Empfehlungen und Nennungen speisen sich aus dem dieMotive-Veranstaltungskalender. Was eingetragen ist, kann auch genannt werden. Hier und auf Instagram.
Ab sofort ist der Eintrag auch mit Bildupload kostenlos.

DOUBLE FEATURE: GUTE AUSSICHTEN 2023/24/25

VERNISSAGE
Wann: 05.09.2025
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Wo: PHOXXI – Temporäres Haus der Photographie
Ort: Deichtorstraße 1-2, 20095, Hamburg

Lea Greub, No Georgian Dream, 2023 © Lea Greub

Begrüßung:
Josefine Raab, Gründerin gute aussichten
Nadine Isabelle Henrich, Kuratorin Haus der Photographie
Sarah Gramotke, Kuratorin der Ausstellung
Die Künstler*innen sind anwesend.
Eintritt frei.

Gleich zwei Jahrgänge präsentiert die diesjährige Ausstellung GUTE AUSSICHTEN – JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg. Die 13 Preisträger*innen des renommierten Nachwuchspreises für Absolvent*innen des Studienbereichs Fotografie loten neue Horizonte des fotografischen Mediums aus. In ihren Arbeiten verhandeln die Künstler*innen Themen wie kulturelle Mehrheimischkeit, urbane Spannungsfelder, mentale Zustände sowie digitale und generative Bildwelten.
Dabei zeigen die künstlerischen Strategien und Techniken das Medium Fotografie in seiner dynamischsten Form: Bilder bewegen sich im Raum, lösen sich von ihrem Träger und entwickeln sich live vor den Augen der Betrachtenden. In der großzügigen Ausstellungsarchitektur des PHOXXI finden auch zuvor nicht gezeigte installative und raumgreifende Arbeiten ihren Platz.
Preisträger*innen 2023/2024: Béla Avi Beinhold, Massimiliano Corteselli, Lea Greub, Matthias Grund, Lia Lehmkuhl, Denisa Poteca und Maya Vieth.
Preisträger*innen 2024/2025: Mathilde Tijen Hansen, Kyu Sang Lee, Clarita Maria, NiKA, Robin C. Wolf und Larissa Zauser.

Die Ausstellung läuft bis zum 09.11.2025
Hier gibt es dazu mehr.

Jyrki Parantainen | Secular Limbo

VERNISSAGE
Wann: 05.09.2025
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Wo: Persons Projects
Ort: Lindenstraße 35, 10969, Berlin
Das bild einer Glühbirne aus der Ausstellung Secular Limbo bei Persons Projects

@ Jyrki Parantainen

Persons Projects freut sich, Jyrki Parantainens Einzelausstellung Secular Limbo zu präsentieren, eine poetische Reflexion über die Alchemie von Emotion und Erinnerung. Zudem werden wir im Rahmen der Berlin Art Week eine Auswahl von Leuchtkästen aus seiner Fire Serie in der Halle 06 in den Wilhelm-Hallen in Berlin präsentieren.

Jyrki Parantainen zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Helsinki School. Als langjähriger Leiter der Fotografie Abteilung an der Aalto-Universität für Kunst, Design und Architektur spielte er über zehn Jahre lang eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung dieser einzigartigen Bildungsplattform zu einem der bekanntesten und einflussreichsten Fachbereiche weltweit.
Die aktuelle Ausstellung von Parantainen bei Persons Projects zeigt seine neuesten Arbeiten aus der Serie Poetry of Circulation, ergänzt durch seine Skulpturen aus der Serie Between Heaven and Earth. Diese Sammlung von Werken setzt seine Faszination für die Entwicklung konzeptioneller Ansätze und Arbeitsmethoden fort, indem er verschiedene philosophische und historische Themen in seinen Kunstwerken kombiniert und verwebt.

Das übergreifende Thema, das im Zentrum von Parantainens Werk steht, kreist um die Grundfragen menschlicher Existenz: Leben und Tod, Liebe und Hass werden zu den Farben seiner emotionalen Palette, mit denen er eine stille Komposition des Absurden und der Ironie erschafft. Die Ausstellung Secular Limbo untersucht die Beziehung zwischen Kunst und Religion aus verschiedenen Blickwinkeln und erforscht verschiedene Aspekte sowohl physischer als auch psychologischer Elemente, die die Schwächen des menschlichen Daseins hervorheben. Parantainens Arbeiten können kritisch gegenüber religiösen Ideen sein und zugleich als „metaphysisch“, „geheimnisvoll“ oder „kosmisch“ beschrieben werden.

Die Ausstellung läuft bis zum 25.10.2025
Hier gibt es dazu mehr.

Dörte Eißfeldt

VERNISSAGE
Wann: 10.09.2025
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Wo: Galerie Thomas Fischer
Ort: Mulackstr. 14, 10119, Berlin
Dörte Eißfeldt Rücken

@ Dörte Eißfeldt

Seit Ende der 1970er Jahre erforscht Dörte Eißfeldt das kreative und konzeptuelle Potenzial der Fotografie als Kunstform. In ihrer ersten Ausstellung in der Galerie Thomas Fischer zeigt sie Bilder aus den 1980er und 1990er Jahren, die größtenteils aus größeren Serien stammen. Eißfeldt präsentiert Ausschnitte der sichtbaren Welt, wie wir sie vielleicht noch nie zuvor betrachtet haben: sei es das menschliche Gesicht oder der Körper oder die Auswirkungen von Licht, Schatten und Zeit auf die physischen Bedingungen der Dinge. Gleichzeitig spielen die Materialität verschiedener Papiere, Texturen und Drucktechniken sowie die Präsentation der Drucke an der Wand oder im Raum eine entscheidende Rolle.

Die Ausstellung läuft bis 01.11.2025

Mehr dazu hier.

Marc-Oliver Schulz – Wasserland

VERNISSAGE
Wann: 12.09.2025
Uhrzeit: 19:00
Wo: Alfred Ehrhardt Stiftung
Ort: Auguststr. 75, 10117, Berlin
Marc-Oliver Schulz

© Marc-Oliver Schulz

Weite, Wasser und steter Wandel prägen das Wattenmeer – eine Landschaft, die sich im Rhythmus der Gezeiten alle sechs Stunden neu formt. Alfred Ehrhardt sah darin einst „Urkräfte am Werk“. Der Hamburger Fotograf Marc-Oliver Schulz betrachtet das Watt aus anderer Perspektive. Auch ihn zieht es immer wieder an die Nordseeküste, doch er richtet seinen Blick nicht wie Alfred Ehrhardt auf Strukturen oder Stimmungen, sondern auf das Sehen selbst. Seine Werkserie Wasserland umfasst 35 Fotografien, die erstmals in Berlin ausgestellt werden.
Zwischen 2009 und 2017 besuchte Schulz regelmäßig die Elbmündung zwischen Büsum und Cuxhaven, ein Ort zwischen Land und Wasser. Auf den Steinbuhnen im offenen Watt wartet er auf den Moment, in dem sich Landschaft, Licht und Zeit entgrenzen. Seine Aufnahmen entstehen oft in der Dämmerung oder bei Nacht, wenn sich der Horizont mit dem Sternenhimmel aufzulösen scheint. In Analogie zum kurzen Stillstand der Fließkräfte am Kipppunkt der Tide zeigen seine Bilder einen Stillstand in der Kontinuität des Wandels. Die konzeptuelle Strenge und Beschränkung der Bildelemente abstrahieren die Landschaft und erheben ihre karge Schönheit auf eine universelle Ebene. Die Leere und Weite des Wattenmeers begünstigen die Schärfung der Wahrnehmung, weil das Narrativ entfällt. Das gegenstandsorientierte Sehen kann einem offenen, absichtslosen Schauen weichen. Im Bild wird der Ort nachrangig, dafür der Zustand der Landschaft bestimmend. Das Sehen bestimmt das Bild.
Im Gegensatz zu Alfred Ehrhardt blendet Marc-Oliver Schulz Spuren menschlicher Zivilisation nicht aus. So sind z.B. die der Schifffahrt dienenden Seezeichen ein wiederkehrendes Bildelement, das wie ein Erkennungsmerkmal die gesamte Bildserie durchzieht. In jeder Aufnahme verweisen Steinbuhnen, Holzlahnungen, Bohrinseln oder Lichter der Küstenstädte auf die Anwesenheit des Menschen, der sich zwischen Landgewinnung und Landverlust täglich mit dem Meer messen muss. Der Steinwall, auf dem der Fotograf steht – und wir als Betrachter mit ihm – wird so zum Symbol einer Bruchkante zwischen Natur und Mensch.

Die Ausstellung läuft bis 21.12.2025

Mehr dazu hier.

Keep Your Eyes Peeled X

VERNISSAGE
Wann: 12.09.2025
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Wo: AFF GALERIE
Ort: Kochhannstrasse 14, 10249, Berlin
Sarah-Jade Sullivan

© Sarah Jade Sullivan

›Keep Your Eyes Peeled‹ ist ein Ausstellungsprojekt der AFF Galerie, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet. Mit dem jährlich wiederkehrenden Format reagiert die Galerie auf aktuelle Entwicklungen und Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie. Während der Berlin Art Week zeigt die AFF Galerie die Jubiläumsausgabe von ›Keep Your Eyes Peeled‹, in der eine prägnant kuratierte Auswahl an Arbeiten der AFF-Fotograf*innen sowie ausgewählter Künstler*innen aus ihrem erweiterten Umfeld in einer kompakten, temporären Ausstellung zusammengeführt wird.

Teilnehmende Künstler*innen: Muhammad Salah Abdulaziz, Anne Ackermann, Julia Autz, Norman Behrendt, Jonas Berndt, Friedrich Bungert, Marlene Burz, Yucheng Chen, Jana Convent, Philipp Czampiel, Lina Czerny, Jule Fechner, Tim Gassauer, hannah goldstein, Florian Bong Kil Grosse, Mathilde Tijen Hansen, Sascha Jakubenko, Dana Rabea Jäger, Uli Kaufmann, Hyungsik Kim, Ann-Kathrin Kluss, Michael Kruscha, Peter Kronenberg, Martin Lamberty, Justus Lemm, Marcel Maffei, Maidje Meergans, Olivia Noss, Kaleef Lawal Oladele, Leonardo Flores Parés, Weeteng Poh, Saskia Reis, Christian Retschlag, Laila Schubert, Maria Silvano, Sarah Straßmann, Sarah Jade Sullivan, Igor Tereshkov, Lee Everett Thieler, Max Threlfall, Lukas Wenninger, Svenja Wiese, Franca Wohlt, Richard Wolf

Läuft nur am Wochenende bis zum 14.09.2025
Mehr dazu hier.

Tanya Sharapova | Kolsky

VERNISSAGE
Wann: 13.09.2025
Uhrzeit: 19:00
Wo: FOTORAUM KÖLN
Ort: Herderstr. 88, 50935, Köln
Sharapova

© Tanya Sharapova, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

LIVE MUSIK: KOMPLIZEN DER SPIELREGELN UNVERKABELT, CA. 20:00 UHR

Im äußersten Nordwesten Russlands liegt die Halbinsel Kola, auch Kolsky genannt. Durch den Zugang zur Barentsee und ihrer Grenze zu Finnland und Norwegen hat die abgelegene Region eine große geopolitische und militärstrategische Bedeutung. Tanya Sharapovas Projekt entstand vor und während der Eskalation des russischen Krieges gegen die Ukraine und erforscht den Einfluss der zunehmenden Militarisierung und Propaganda auf das tägliche Leben in Russlands hohem Norden fernab der Hauptstadt.
Tanya Sharapova ist eine Dokumentarfotografin aus Russland, die derzeit in Berlin lebt. Nach ihrer Tätigkeit als Bildredakteurin, Reisefotografin und Autorin studierte sie Fotografie an der Ostkreuzschule für Fotografie. Ihr Abschlussprojekt Kolsky wurde mit dem Stipendium der VG Bild-Kunst/Kulturwerk Foundation ausgezeichnet. Tanyas Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft, wobei sie sich in letzter Zeit vor allem mit den Themen Isolation, Vertreibung und kollektives Gedächtnis beschäftigt.

Läuft bis 26.10.2025
Mehr Infos hier.

24FPS – Fotografie im Film – Smoke

Screening / Kino
Wann: 16.09.2025
Uhrzeit: 19:00
Wo: Luru-Kino in der Spinnerei
Ort: Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig
24fps Luru Kino SMOKE
In dem von Paul Auster geschriebenen Drehbuch werden mehrere Handlungsstränge parallel erzählt, deren Mittelpunkt ein kleiner Tabakladen in Brooklyn ist.
Paul lebt nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau in seiner Schriftsteller-Wohnung schon seit den siebziger Jahren unglücklich allein. Eines Abends, Paul will sich kurz vor Ladenschluss noch schnell seine Schimmelpenninck-Zigarillos holen, lädt der Besitzer des Tabakladens, Auggie Wren, Paul auf eine Zigarrenlänge in seine Wohnung ein. Dort zeigt er Paul sein Projekt: Jeden Morgen um genau acht Uhr macht er ein Stativ-Foto von seinem Laden, gesehen von der gegenüberliegenden Ecke der Kreuzung, seit vielen Jahren. Die beiden sehen sich die Alben an, und als sie in den Alben der 1970er Jahre ankommen, findet Paul plötzlich auf einem Foto seine verstorbene Frau abgebildet.

24FPS – Fotografie im Film
Ab Juli 2025 monatlich veranstaltet von dienacht e.V. in Kooperation mit dem Luru-Kino in der Baumwollspinnerei. Die Reihe „24FPS – Fotografie im Film“ widmet sich ab Juli einmal monatlich der besonderen Verbindung von Film und Fotografie, indem Filme über Fotograf*innen und deren Werk gezeigt werden. Wir zeigen internationale und deutsche Produktionen – Spielfilme, Dokumentationen, und Künstler*innenbiografien.

Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Mehr dazu hier.

JAHRGANG 20 – Ostkreuzschule für Fotografie

VERNISSAGE
Wann: 2025-09-19
Uhrzeit: 18:00
Wo: CANK
Ort: Karl-Marx-Straße 95, 12043, Berlin
Johanna Bürger

@ Johanna Bürger

Die Ostkreuzschule für Fotografie feiert ein besonderes Jubiläum:
Der ZWANZIGSTE JAHRGANG schließt kommenden Herbst ab und lädt ein zur seiner Werkschau im Cank in Neukölln. 25 Abschlussarbeiten zeigen die ganze Bandbreite dokumentarischer, künstlerischer und fotojournalistischer Positionen – persönlich, politisch, poetisch. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Selbstbefragung und Weltbeobachtung, zwischen Mythos und Realität. Sie erzählen von Männlichkeitsbildern in Osteuropa, von transgenerationalen Traumata, Traumwelten und von Schwarzen Perspektiven in der DDR und von der Kartoffel. Sie dokumentieren, fragen, forschen, experimentieren. Die Themen reichen von Nordostsyrien bis in die Karibik, von Berliner Wohnzimmern hin zu postsozialistischen Archiven.
Es stellen aus:
Julian Adomako, Carl Bühring, Johanna Bürger, Lina Czerny, Johanna Maria Dietz, Lenny Erwin, Fee, Mia Flambard, Matthias Frank, Nico Fritzenschaft, Simone Nathalie Fuchs, Robin Genz, Lea Greub, Lucas Kontny, Nora Martin, Sophie Nawova Meyer, Neža Peterle, Henri Schade, Ilona Scherer, Jared Strelow, Sarah Jade Sullivan, Valentina Troendle, Ida Weber, Theresa Wißmann, Sarah Zellmann.
Irina Ruppert, Göran Gnaudschun und Ludwig Rauch begleiteten die Studierenden der Ostkreuzschule mit kritischem Blick und künstlerischem Gespür auf dem Weg zu ihren fotografischen Abschlussarbeiten. Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet: Führungen, Diskussionen und Portfolio-Reviews bieten Raum für Austausch und Begegnung.
Nur zwei Monate nach der Ausstellung des Jahrgangs NEUNZEHN zeigt die Ostkreuzschule nun die Abschlussarbeiten des Jahrgangs ZWANZIG und kehrt damit nach pandemiebedingten Verschiebungen zum gewohnten Rhythmus mit einer jährlichen Abschlussausstellung im Herbst zurück.

Mehr Infos.

DGPh Talk – Bilder für die Zukunft? Welche Zukunft?

Wann: 30.08.2025 um 17:30 Uhr
Wo: Kunsthaus Wiesbaden
Ort: Schulberg 10, 65185 Wiesbaden

Fotografische Bilder zeigen meist Vergangenes – das, was bereits geschehen ist. Doch welche Perspektiven eröffnen sie für das Kommende? Wo werden fotografische Bilder zukunftswirksam – künstlerisch, gesellschaftlich oder dokumentarisch?
Gemeinsam mit der Künstlerin Mika Sperling und der Fotoredakteur Henner Flohr (F.A.Z.) diskutieren wir aktuelle Tendenzen in der künstlerischen und journalistischen Fotografie. Neben der Frage nach einer Zukunft für Fotograf*innen werfen wir einen Blick darauf, was denkbar, möglich und wahrscheinlich scheint.
Die Zukunft zu fotografieren mag schwierig sein – sie mit Fotografie zu gestalten jedoch nicht.


Moderiert von Alexander Hagmann (ja, das bin ich)

Eigene Sachen

Die Publikumsumfrage bei Instagram zum nächsten Thema des Um vier Ecken Podcasts hat natürlich zu einem Ergebnis geführt. Zur Wahl standen die Themen Vernacular Photography, Fotostudium und Hochzeitsfotografie. Alle super spannend. Am 04.09. gibt es dann die Episode mit dem Gewinnerthema. Mit 44% ein überraschend knapper "Sieg".
Du hast bis hierher gescrollt. Schön. Ich erinnere noch einmal an die Möglichkeit, dieMotive über STEADY zu unterstützen. Hilft. Immer.
Bis dahin,

Liebe Grüße

Alex



Feedback, Anmerkungen, Hinweise und Sonstiges bitte an info@diemotive.de
Dies war der neunzehnte Bulletin.
Der nächste erscheint. Bald. Im August.

Nun bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Rückmeldungen und die Begegnungen zu bedanken.

Wer in irgendeiner Form mit mir/dieMotive kooperieren möchte, soll sich gerne melden. Ich kooperiere gerne. Und sonst was Maude sagt: Menschen sind meine eigene Spezies, die mag ich.
Email Marketing Powered by MailPoet