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SUMMARY:X-RAY. Die Macht des Röntgenblicks
DESCRIPTION:Am 8. November 2025\, genau 130 Jahre nach Röntgens Entdeckung der X-Strahlen am 8. November 1895\, eröffnet im Weltkulturerbe Völklinger Hütte die Großausstellung X-RAY\, die sich dem Röntgenblick in Kunst\, Wissenschaft\, Film\, Politik\, Mode\, Musik und Architektur widmet. \nRöntgens Entdeckung der X-Strahlen war eine technische sowie wissenschaftliche Sensation und zugleich das spektakulärste Ergebnis der Suche nach dem Unsichtbaren um 1900. Das Sichtbarmachen verborgener Strukturen inspiriert Wissenschaftler und Künstler:innen bis heute: Erst unter der Oberfläche zeigt sich individuelle (oder gerade überindividuelle) Identität. \nDie Ausstellungslandschaft von X-RAY in der Gebläse- und Verdichterhalle versammelt neben dem weiten Spektrum der Röntgentechnik von frühesten Röntgenbildern über das Pedoskop bis zum Röntgen-Satelliten zur Weltraumerforschung insbesondere die kreative und kulturelle Auseinandersetzung in Kunst\, Kulturgeschichte\, Architektur\, Politik\, Musik\, Literatur\, Werbung\, Mode oder Kino – Catwalk trifft hier auf Röntgen-Kapelle\, Marie Curie auf Thomas Mann und Frida Kahlo. X-RAY ist die erste Ausstellung überhaupt\, die sich dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den umfassenden kulturellen Aspekten des Röntgenblicks widmet.
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SUMMARY:PHILIP MONTGOMERY – AMERICAN CYCLES
DESCRIPTION:Der mexikanisch-amerikanische Fotograf Philip Montgomery (geb. 1988) ist bekannt für seine fotojournalistischen Arbeiten\, in denen er die Gesellschaft der Vereinigten Staaten – ihre Konflikte und Allianzen – in ikonischen Schwarzweißbildern porträtiert. Ob in Minneapolis nach der Ermordung von George Floyd oder in Miami während des Hurrikans Irma – seine Fotografien zeichnen sich durch eine spürbare Spannung zwischen der Zeitlosigkeit seiner dramatischen Bildsprache und der Dringlichkeit des dargestellten Geschehens aus. Mit AMERICAN CYCLES präsentiert das PHOXXI die erste große institutionelle Einzelausstellung Montgomerys. \nVon Donald Trumps erster populistischer Kampagne bis zur Black-Lives-Matter-Bewegung\, über Naturkatastrophen\, die durch den Klimawandel verstärkt werden\, bis hin zu Wirtschaftskrisen und deren Auswirkungen auf die Menschen\, zeigt die Ausstellung über 100 Arbeiten aus den Jahren 2014 bis heute. Darunter auch Montgomerys Porträts von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur sowie seine Untersuchung politischer Netzwerke und neu entstehender sozialer Bewegungen. \nFür Montgomery ist dokumentarische Fotografie niemals gleichbedeutend mit emotionaler Zurückhaltung oder vermeintlicher Neutralität. Er offenbart die Realitäten des amerikanischen Lebens – unmittelbar und ungestellt\, doch zugleich durch seine unverwechselbare Ästhetik verwandelt. Durch den Einsatz von Blitzlicht und eine dynamische Bildkomposition entdeckt Montgomery verstörende Zusammenhänge und eine fragile\, oft surreale Schönheit. \nAMERICAN CYCLES bietet einen einzigartigen Einblick in ein Jahrzehnt amerikanischer Geschichte\, das von politischem Aufruhr und der Wiederkehr sozialer und ethnischer Konflikte geprägt ist. Erfahrbar wird dabei aber auch die ungebrochene Kraft von Solidarität und Gemeinschaft. \nKuratiert von Nadine Isabelle Henrich\, Kuratorin Haus der Photographie
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LOCATION:PHOXXI – Temporäres Haus der Photographie\, Deichtorstraße 1-2\,\, Hamburg\, Hamburg\, 20095\, Deutschland
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SUMMARY:Plattform 3: Lüderitz
DESCRIPTION:Plattform 3 lockt mit einem Fahrplanwechsel: Im hinteren Drittel der Mittelhalle präsentiert die Ausstellungsfläche die Arbeiten junger Fotograf*innen auch jenseits der größeren Ausstellungs- und Festivalprojekte. \nEgal ob im Vorbeigehen entdeckt oder ganz gezielt angesteuert – die Plattform 3 lädt unkompliziert und leicht zugänglich zum Stöbern und Erkunden ein. Sie überbrückt Wartezeiten und schafft Anschlüsse in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Fotografie. Im Jahr 2026 dreht sich dabei alles um (Post-)Kolonialismus. Den Anfang macht die Arbeit „Lüderitz“ von Tim Gassauer\, die zwei Orte\, die etwa 12.000 Kilometer voneinander entfernt liegen und doch denselben Namen tragen\, in den Fokus rückt: Lüderitz im Norden Sachsen-Anhalts und Lüderitz im Südwesten Namibias. In seiner Langzeitarbeit rekonstruiert der Fotograf Tim Gassauer die gemeinsame Namensgeschichte der beiden Orte und legt dabei ihre Verflechtungen mit der deutschen Kolonialzeit im heutigen Namibia offen.
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SUMMARY:DÖRTE EISSFELDT – Archipelago
DESCRIPTION:„Fotos sind wie Wale\, die ganze Inseln tragen können“\, so beschreibt es die Fotografin Dörte Eißfeldt (*1950)\, die mit einem zarten\, poetischen und stets neugierigen Blick die Welt um uns herum und das Medium selbst erkundet. Über Jahrzehnte hinweg hat sie als eine der bedeutendsten Vertreter:innen der experimentellen Fotografie in Deutschland ein vielschichtiges Werk geschaffen\, das immer wieder neu gelesen werden kann. Die Ausstellung Archipelago gibt diesen Inselgruppen der Bedeutung\, der Erinnerung\, der Analogie und des Momenteindrucks nun einen Raum. \nMit Dörte Eißfeldt . Archipelago präsentiert C/O Berlin eine lang erwartete institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin\, deren Lebenswerk zuletzt mit dem Prix Viviane Esders geehrt wurde. Zu sehen sind Arbeiten aus den vergangenen fast fünf Jahrzehnten ihres Schaffens\, darunter frühe und noch nie gezeigte Werke aus den 1980er- und 1990er-Jahren\, Schlüsselwerke aus ihrem persönlichen Archiv\, großformatige Serien sowie bislang unveröffentlichte Skizzen\, Kunst- und Notizbücher. Kuratiert von Boaz Levin. \n07.02.2026 – 10.06.2026
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LOCATION:C/O Berlin\, Hardenbergstraße 22–24\, Berlin\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:COMMUNITY. FOTOGRAFIE UND GEMEINSCHAFT
DESCRIPTION:Der Fußballfanclub\, die Familie\, das politische Kollektiv – Menschen streben nach Zugehörigkeit. Seit der Erfindung der Fotografie hält das Medium Zugehörigkeit nicht nur fest\, sondern kann sie ebenso befeuern oder infrage stellen. Fotografie macht es möglich zu demonstrieren\, dass man Teil von etwas Größerem ist. Ebenso kann sie sich in den Dienst der Grenzziehung zu jenen stellen\, die nicht Teil der eigenen Community sind. \nDie Ausstellung\, die vom 11. Februar bis 25. Mai 2026 im Kunstpalast zu sehen sein wird\, beleuchtet das facettenreiche Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart. Sie versammelt angewandte wie künstlerische Positionen\, die diesem Verhältnis nachgehen – sei es mit subtilem Witz\, in eindrücklicher Solidarität\, oder mit dem Ziel einer präzisen Analyse.
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SUMMARY:Nadine Schlieper/Robert Pufleb ALTERNATIVE MOONS
DESCRIPTION:PUBLIC SCREEN – Ein Projekt von Neue Fotografie:\nAlternative Moons ist ein gemeinsames Foto- und Buchprojekt von Nadine Schlieper und Robert Pufleb; 2017 mit dem Vienna Photobook Award ausgezeichnet und erschienen im Verlag The Eriskay Connection. Für den Screen am Johannes-Rau-Haus haben die Designerin und der Fotograf eine modifizierte Auswahl der Serie zusammengestellt. Ihr Titel\, angelehnt an alternative Fakten\, weist bereits auf ein Irrspiel unserer Wahrnehmung hin. Jedoch vermag man meistens erst auf den zweiten Blick zu erkennen\, dass es sich bei den vermeintlichen Monden um Aufnahmen von Pfannkuchen handelt. \nNadine Schlieper lebt und arbeitet in Düsseldorf\, in ihrer Agentur für digitale Kommunikation konzipiert und gestaltet sie seit 2013 Buch- und Webprojekte. Robert Pufleb lebt in Basel und betreibt dort den unabhängigen Offspace ANNAHME\, in dem zeitgleich zu diesem Screening eine Alternative Moons Ausstellung stattfindet.
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LOCATION:LED-Screen am Johannes-Rau-Haus\, Kavalleriestraße 12\, Düsseldorf\, NRW\, 40213\, Deutschland
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SUMMARY:Camouflage
DESCRIPTION:Die zweite Fotoskopia Ausstellung widmet sich einem hochaktuellen Thema: der omnipräsenten Aufrüstung und Militarisierung. „Camouflage“ richtet den Blick dabei auf das\, was in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig sichtbar sichtbar ist: auf jene ökonomischen und ideologischen Strukturen\, die Kriege vorbereiten und ermöglichen. Die vier künstlerischen Positionen von Natalia Kepesz\, Claude Bühler\, Luis Lucyga und Lennart Pimpl beruhen auf umfassenden Recherchen und machen aufmerksam auf Produktionsorte der Rüstungsindustrie\, ideologische Verblendung durch militärische Übungen für Kinder\, historische Verflechtungen von Industrie und Krieg sowie auf die Diskrepanz zwischen Nachhaltigkeitsversprechen und tatsächlichen Geschäftsmodellen börsennotierter Waffenkonzerne. In einer Zeit\, in der Begriffe wie Kriegstüchtigkeit und Sondervermögen den gesellschaftlichen Alltag durchdringen\, soll die Ausstellung Raum für kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen bieten\, die Krieg wieder alltagstauglich gemacht haben.
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SUMMARY:Luigi Toscano. Kanakenkinder
DESCRIPTION:Eröffnung: Luigi Toscano. Kanakenkinder\nAusstellungsdauer: 28.03.2026 – 14.06.2026\nBegrüßung: Dr. Boris Weirauch\, MdL\nLesung und Gespräch: Luigi Toscano und Evein Obulor \nLuigi Toscano präsentiert seine neue Werkgruppe: großformatige Porträts von Menschen mit migrantischen Perspektiven. Ganz unmittelbar treten wir ihnen gegenüber\, schauen in die Gesichter – welche Geschichten erzählen sie? Welche Geschichte wollen\nwir hören?\nZur Eröffnung der Ausstellung liest Luigi Toscano aus seinem autobiografischen Buch „Kanakenkind“. Er erzählt von Gewalt\, Rettung und Erinnerung: Als Sohn sizilianischer Einwanderer findet er durch die Fotografie einen Ausweg aus Gewalt\, Vernachlässigung\, Drogen und Straße. Toscano\, 1972 in Mainz geboren\, lebt in Mannheim\, ist Autodidakt und seit Jahr en mit dem Projekt „Gegen das Vergessen“ international präsent. Im Buch verknüpft er seine Geschichte mit der Suche nach der Identität von Anna Iwanowa aus Kiew\, die 1943 als Kleinkind von den Deutschen verschleppt und nach Auschwitz deportiert wurde. Toscano beginnt eine Reise durch Zeiten und Räume\, um Anna Iwanowas Identität zu erforschen. \nDas Buch „Luigi Toscano. Kanakenkind“ erscheint im März 2026 im Herder Verlag.
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LOCATION:PORT25 – Raum für Gegenwartskunst\, Hafenstr. 25-27\, Mannheim\, 68159\, Deutschland
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SUMMARY:Thingstätten - Kunst- und Wissenschaftsprojekt zu den Freilichtbühnen des Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Laufzeit: 17.04.-29.05.2026 \nTermine:\nEröffnung 17.04. 18:00 Uhr\nBielefelder Nachtansichten 25.04. 18–24 Uhr\nArtist Talk mit Daniel Mirer (USA) 21.05. 18 Uhr\nÖffnungszeiten: Donnerstags 15-18 Uhr \nDie Thingstätten wurden 1933-36 als propagandistische Freilichtbühnen und Versammlungsplätze des Nationalsozialismus erbaut. 400 waren geplant\, etwa 60 wurden errichtet\, viele davon sind heute noch in Deutschland\, Polen und Russland auffindbar. Einige sind in Vergessenheit geraten\, andere wie die Berliner Waldbühne werden bis heute aktiv als Freilichttheater genutzt. Das Projekt vereint 23 internationale KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen auf den Spuren dieser bis heute wenig bekannten Geschichte. Kunst und Dokumentation\, Text und Bild ermöglichen eine interdisziplinäre und pluralistische Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart. Die Ausstellung wurde 2023 im Deutschen Haus NYU in New York gezeigt und ist nun das erste Mal in Deutschland zu sehen. Sie beruht auf dem intensiv recherchierten Fotoband „Thingstätten“ (Geymüller\, 2021\, 256 S.) und der interaktiven Website http://www.thingstaetten.info. Das Projekt wurde vom European Heritage Award in der Kategorie „Research“ mit einer Anerkennung ausgezeichnet. \nAusstellungsbeteiligte: Katharina Bosse (DEU)\, Rebecca Budde de Cancino (DEU)\, Doug Fitch (USA)\, Jan Merlin Friedrich (DEU)\, Jakob Ganslmeier (DEU)\, Andrea Grützner (DEU)\, Rebecca Hackemann (USA)\, Konstantin Karchevskiy (RUS)\, Hendrik Lüders (DEU)\, Daniel Mirer (USA)\, Felix Nürmberger (DEU)\, Ralph Pache (DEU)\, Abhijit Pal (IND)\, Philipp Robien (DEU)\, Jewgeni Roppel (DEU)\, Simon Schubert (DEU)\, Kuno Seltmann (DEU)\, Erica Shires (USA)\, Thomas Wrede (DEU)
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LOCATION:Kunstraum Elsa\, Elsa-Brändström-Str. 13\, Bielefeld\, NRW\, 33602\, Deutschland
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SUMMARY:FOTO: HANS HANSEN
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung „Foto: Hans Hansen“ widmet das MK&G einem der bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit vom 17. April bis 1. November 2026 eine umfassende Werkschau. Gezeigt werden rund 220 ikonische Fotografien aus über sechs Jahrzehnten. In internationalen Kampagnen unter anderem für Lufthansa\, Nikon\, Volkswagen und Erco hat Hans Hansen die Produktfotografie seit den 1960er Jahren revolutioniert und das kollektive Bildgedächtnis ganzer Generationen geprägt. Ergänzt wird die Schau durch Arbeiten\, die seine enge Zusammenarbeit mit Designer*innen wie Tapio Wirkkala sichtbar machen. Werkzeuge\, Korrespondenzen\, Skizzen\, Archivmaterial und ausgewählte Objekte aus seiner Privatsammlung eröffnen darüber hinaus vertiefende Einblicke in seinen Arbeitsprozess. Mit der jüngsten Werkserie „Analog“ (2024) richtet Hansen den Blick zugleich auf die eigenen fotografischen Gestaltungsmittel in seiner unverwechselbaren sachlich-minimalistischen Bildsprache; eigens für die Ausstellung entsteht zudem eine neue Fotoserie. \nWährend sich die Welt außerhalb des Studios fortwährend verändert\, herrscht im Studio eine konstante Ordnung: Alles hat seinen Platz. In seinen Stillleben reduziert Hans Hansen die Gegenstände auf das Wesentliche: Er ordnet\, zerlegt und strukturiert Formen\, Farben und Materialien. Seine Fotografien wirken zeitlos. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Aufnahme eines in rund 7.000 Einzelteile zerlegten VW Golf (1988).
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SUMMARY:Filme wie noch nie. Alfred Ehrhardt – Bauhäusler und Filmemacher
DESCRIPTION:Kuratiert von Stefanie Odenthal\, Christiane Stahl & Thomas Tode \nZum allerersten Mal rückt die Filmarbeit von Alfred Ehrhardt in den Fokus einer Ausstellung. Mehr als 60 Filme hat der Fotograf\, Dokumentarfilmer und Bauhaus-Schüler realisiert\, ein Œuvre\, das bislang im Schatten seiner fotografischen Arbeiten stand. Nun stellt die Stiftung Alfred Ehrhardts Filme ins Zentrum und macht einen der produktivsten deutschen Kulturfilmer des 20. Jahrhunderts neu lesbar\, ästhetisch wie historisch. \nAuf zehn Bildschirmen entfaltet sich eine Auswahl von 20 zentralen Kurz- und Langfilmen\, die in zwei Programmphasen präsentiert wird: zehn Filme in den ersten fünf Wochen\, zehn weitere in der zweiten Hälfte der Ausstellung. Darunter finden sich Naturstudien\, Filme über Kunst und kulturhistorische Arbeiten\, aber auch bislang kaum gezeigte Produktionen aus der NS-Zeit. Zu sehen sind u.a. Ehrhardts sogenannte Gehäusefilme über Schnecken\, Muscheln und Korallen\, seine Studien zur Natur als Formmeisterin\, etwa zu Watt-Strukturen bei Neuwerk\, Vulkanlandschaften auf Island oder Eisskulpturen vor Grönland\, ebenso wie Filme über Kunst und Künstler\, darunter Arbeiten zu Ernst Barlach\, zur documenta II oder zu afrikanischen Masken. \nNicht ausgespart bleiben die problematischen Kapitel. Mit „Urkräfte am Werk“ (D 1937/39)\, seinem 2024 wiederentdeckten Erstlingsfilm\, und dem Propagandafilm „Flanderns germanisches Gesicht“ (D 1941)\, wird Ehrhardts filmisches Schaffen auch im historischen Kontext seiner Zeit verhandelt. \nDie parallele Präsentation mehrerer Filme ermöglicht erstmals eine Zusammenschau zentraler Motive\, Methoden und Obsessionen. Spiralen\, Inseln\, serielle Strukturen und das Interesse an medial sichtbar gemachten Lebensprozessen treten deutlich hervor. Spätestens seit den frühen 1950er Jahren knüpft Ehrhardt dabei bewusst an seine Ausbildung am Bauhaus an und nutzt genuin filmische Mittel wie Zeitraffer\, Zeitlupe und extreme Makroaufnahmen. Erst auf dieser Basis wird die materielle und technische Grundlage seiner filmischen Arbeit sichtbar. 14 Filme wurden seit 2019 neu digitalisiert und restauriert\, acht davon mithilfe des Förderprogramms Deutsches Filmerbe der Filmförderanstalt FFA. Parallel dazu wurden in den vergangenen Jahren umfassende Recherchen in externen Archiven unternommen sowie sämtliche filmbezogenen Materialien des Archivs der Alfred Ehrhardt Stiftung digitalisiert\, ausgewertet und erstmals systematisch erschlossen. \nBegleitend erscheint der umfangreiche Bildband „Alfred Ehrhardt – Film“\, der das filmische Werk erstmals ausführlich dokumentiert. In der Ausstellung geben Archivmaterialien in Vitrinen und Schaufenstern\, darunter Filmpartituren aus dem Schnittprozess\, Arbeitsfotografien\, Musiknotizen unter anderem von Oskar Sala\, Einblick in Ehrhardts Arbeitsweise und seinen ausgeprägten Erfindergeist. Filmplakate und Auszeichnungen dokumentieren zugleich die zeitgenössische Anerkennung des vielfach geehrten „Bundesfilmpreisträgers vom Dienst“.
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LOCATION:Alfred Ehrhardt Stiftung\, Auguststr. 75\, Berlin\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:the Burning of the Mango Leaves
DESCRIPTION:Wie beeinflusst Abwesenheit die eigene Identität? \nIn „The Burning of the Mango Leaves“ beschäftigt sich Yakob-Aziz König mit seiner Binationalität. Als Kind einer deutschen Mutter und eines malaiischen Vaters ohne viel Bezug zu dessen Land und Kultur\, begleitet die Arbeit seine erste längere Reise in den malaiischen Bundesstaat Sarawak. \nIn dem Fremden\, welches doch auch eine Spur Zuhause in sich trägt\, untersucht er\, wie das diffuse Gefühl der Zugehörigkeit zur Welt seines Vaters sein eigenes Selbstverständnis formt.
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SUMMARY:Mind the Gap
DESCRIPTION:15 Fotograf*innen der Meisterklasse der Ostkreuzschule für Fotografie präsentieren im Berliner Haus am Kleistpark unter dem Titel mind the gap ihre neusten Arbeiten\, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Unter der Leitung von Linn Schröder und Ingo Taubhorn richtet die Ausstellung den Blick auf Risse in bewährten Systemen\, auf das Nicht-mehr und das Noch-nicht und ist Annäherung an das Dazwischen.\nIn den Serien wird von Brüchen\, Spannungen und Übergängen erzählt\, von dem\, was sich entzieht und auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Themen wie Gewalt\, Flucht- und Grenzerfahrung werden ausgeleuchtet\, Familienbiografien auf ihre zeitgeschichtliche wie individuelle Einbettung hin reflektiert\, das Verhältnis Mensch-Natur und die Existenz von extraterrestrischem Leben befragt\, geschlechtliche Zuordnungen und Rollenbilder untersucht.\nMit Arbeiten von Verdiana Albano\, Sandra Buschow\, Eva Grillhösl\, Paulina Hildesheim\, Jana Islinger\, Telke Jungjohann\, Rainer Christian Kurzeder\, Ramon Lehmann\, Michelle Maicher\, Claudia Neuhaus\, Lukas Ratius\, Eva von Schirach\, Helen Stevens\, Tara Wolff\, Antine Karla Yzer\nDie Ausstellung wird von Linn Schröder und Ingo Taubhorn kuratiert.
URL:https://diemotive.de/event/mind-the-gap-2/
LOCATION:Haus am Kleistpark\, Grunewaldstraße 6 – 7\, Berlin\, Berlin\, 10823\, Deutschland
CATEGORIES:Ausstellung
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SUMMARY:VALENTIN GOPPEL: FALSE PROPHET RADIO
DESCRIPTION:„In den letzten drei Jahren bin ich durch die USA gereist. Morgens habe ich entschieden\, wo ich abends sein möchte\, dann bin ich aufgebrochen. Ich bin durch Orte gefahren\, die auf keiner Karte stehen und habe Radio gehört.“ \nSeit 2023 realisiert Valentin Goppel (*2000\, Regensburg) mit False Prophet Radio ein Langzeitprojekt im Westen der USA. In seinen dokumentarisch-künstlerischen Arbeiten verknüpft er persönliche Perspektiven mit übergeordneten sozialen Fragestellungen. Dabei hinterfragt er das Konzept objektiver Wahrheit innerhalb der Fotografie. Goppel studiert seit 2019 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie in Hannover. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und sind in verschiedenen institutionellen und privaten Kunstsammlungen vertreten. Er wurde mit dem Leica Oskar Barnack Newcomer Award und dem Visa pour l’Image Urban Newcomer Grant ausgezeichnet. Mit „Zwischen den Jahren“ erschien 2024 sein erster Bildband im britischen Verlag GOST.
URL:https://diemotive.de/event/valentin-goppel-false-prophet-radio-2/
LOCATION:FOTORAUM KÖLN\, Herderstr. 88\, Köln\, NRW\, 50935
CATEGORIES:Ausstellung
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