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Bulletin #30

Zurück aus dem Sommer. Hallo zusammen! War was? Nicht so viel. Sommer halt. Aber nun geht's wieder los. Die Saison beginnt. Ausstellungen, Gespräche, Bilder, Internet. Was will man mehr? Meine Fotosaison hat letztes Wochenende bei C/O Berlin begonnen. 200 Years and Counting. 200 Jahre. Nicht so schlecht. Wie man den Geburtstag genau interpretiert, ist nebensächlich. Es war jedenfalls ein Anlass, um sich über Fotografie auszutauschen und Gesprächen zu folgen. Die Panels waren gut besetzt, die Sprecher:innen prominent. Und ich hatte natürlich hohe Erwartungen. Mehr dazu weiter unten beim Schweineschnitzel. Aber vorab: Es war schön. Es braucht Teil zwei. Mehr dazu halt unten. Ansonsten? Lest selbst. Fotografie ist wirklich eine tolle Sache. Viel Spaß dabei!

dieMotive und Christin Müller


Endlich, da ist sie. Die neue Podcastepisode des dieMotive Podcasts. Ganz regulär. Ein Gespräch. Mit der großartigen Christin Müller. Kuratorin und Autorin. Über Fotografie als Medium, Ausstellungspraxis und fotografische Materialität. Es geht um Fotografie des 19. Jahrhunderts, analoge Verfahren, digitale Bilder und KI, künstlerische Dokumentarfotografie sowie um die Frage, wie Bilder Bedeutung erzeugen. Außerdem diskutieren wir den Umgang mit Archiven, Kontaktbögen und Kontextmaterial.

Wo auch immer ihr Podcasts hört, dort findet ihr auch diesen.
Und eben hier:
Das Cover der Podcastepisode zum Gespräch mit Christin Müller von dieMotive

dieMotive FOKUS


Seit dem letzten Bulletin erschienen: Diane Arbus, Cindy Sherman, William Eggleston, Julia Margaret Cameron, Edward Steichen, Helen Levitt und Viviane Sassen. Toll, oder?

Zu den kurzen Podcastepisoden geht es hier lang: Zu hören auf dieMotive oder bei Spotify, Deezer, Apple oder YouTube. Oder bei den sonstigen üblichen Podcastplattformen. GANZ WICHTIG: Wenn euch das gefällt, dann könnt ihr das auch gerne auf der jeweiligen Podcastplattform bewerten. Sterne. Und wenn ihr dieMotive dort folgt, erhaltet ihr immer eine Benachrichtigung, wenn eine neue Episode erscheint. Sehr Hilfreich.

KI, das Schweineschnitzel


C/O Berlin feierte 200 Jahre Fotografie mit einem kleinen Symposium: „200 Years and Counting". Eine Keynote von Kate Crawford, zwei Panels, ein Kurzfilmabend, Ausstellungsführungen, dazu die Möglichkeit, sich im Innenhof als Nassplatten-Collodium-Porträt festhalten zu lassen. Klingt großartig. War es auch, streckenweise. Und doch stand am Ende eine Frage im Raum, die an diesem Tag niemand wirklich gestellt hat oder stellen konnte: Was ist eigentlich mit uns, den Menschen, die mit und in der Fotografie leben? Seit 200 Jahren.

Die Panels waren programmatisch überschrieben: „Looking Back" und „Looking Forward". Eine schöne Setzung, ein Geburtstag der Fotografie, der zurück- und vorausblickt. Nur beginnt das bei C/O Berlin dann seltsamerweise nicht mit der Fotografie, sondern mit künstlicher Intelligenz. Kate Crawford eröffnete den Tag mit einem Vortrag über die dunklen Seiten von KI: Material, Software, Ökologie, Kapitalismus, Verwertung. Brillant vorgetragen, keine Frage; ihr „Atlas" ist zu Recht gefeiert. Aber das fotografische Bild kam darin kaum vor, die Bildgenerierung mit KI schon gar nicht. Ein toller Vortrag am falschen Ort.
Warum beginnt ein Geburtstag der Fotografie mit einer Lecture über KI, ohne die Fotografie überhaupt zu thematisieren?
Das erste Panel, „Looking Back", moderiert von Steffen Siegel mit Michelle Henning, Susanne Kriemann und Ryan S. Jeffery, fand ebenso im angemieteten, kuscheligen Kinosaal des benachbarten Delphi-Kinos statt. Auf Englisch, konzentriert und entspannt zugleich. Ich gebe zu: Es flog etwas an mir vorbei. Vielleicht lag es an dem frühen Zug, den ich gebucht hatte, sechs Uhr morgens, um pünktlich zum Get-together zu erscheinen. Vielleicht aber auch daran, dass ich die ganze Zeit auf das wirkliche Zurückblicken gewartet habe. Warten und zuhören scheint nicht gut zu passen. Susanne Kriemann, deren wunderbar eigener Weg mit und in der Fotografie längst kein Geheimnis mehr ist und die ab September selbst bei C/O ausstellen wird ist hier ganz besonders hervorzuheben. Die Ausstellung schon vorher ein Tipp.
Beim zweiten Panel, „Looking Forward", saßen unter der vergnügt moderierenden Anika Meier die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout, der Künstler Armin Linke und Florian Ebner vom Centre Pompidou. Ein gut besetzter Tisch. Was sollte da schiefgehen? Fast Nichts.

Weiter geht's HIER.
Das Panel von C/O Berlin bei 200 Years and counting. Mit ANika Meier, Annekathrin Kohout, Florian Ebner und Armin Linke.

CROWDFUNDING

>>Tanya Sharapova – Kolsky<<

CROWDFUNDING
Noch bis 31.08.2026,
HIER LANG
Kolsky von Tanya Sharapova
Das Buch Kolsky ist das Ergebnis von fünf Jahren, die ich auf der Kola-Halbinsel verbracht habe – einem Ort, der für mich zum Spiegel von etwas Größerem wurde: eines Wandels, der sich leise in ganz Russland vollzieht.
Von 2019 bis 2024 fotografierte ich die Kola-Halbinsel, bis es sich nicht mehr sicher anfühlte, dort weiterzuarbeiten. Die Geschichte entstand aus intimen Porträts, Landschaften und kleinen Details einer verschneiten Welt nahe dem Polarkreis.
Das Buch vereint Farbfotografien, die analog aufgenommen wurden, mit Archivbildern, die ich in den Häusern der Menschen vor Ort und in verlassenen Gebäuden gefunden habe.

Ausstellungen und Events bis zum 30.09.26

Die folgenden Empfehlungen und Nennungen speisen sich aus dem dieMotive-Veranstaltungskalender. Was eingetragen ist, kann auch genannt werden. Hier und auf Instagram.

Fotobuchclub Leipzig

TALK
Wann 17.09.2026, 19:00 Uhr
HALLE 14 – ZENTRUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN DER LEIPZIGER BAUMWOLLSPINNEREI
Fotobuchclub in Leipzig
Einmal im Monat gibt es die Möglichkeit, Fotobücher zu entdecken, zu hinterfragen und schätzen zu lernen – eine einzigartige Form des visuellen Geschichtenerzählens. Der Club verfolgt einen offenen und partizipativen Ansatz und lädt alle zur Teilnahme ein, unabhängig von deinem Hintergrund oder Erfahrung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Es ist einfach:
1. Bring ein Buch mit
2. Stelle das Buch kurz vor
3. Lass uns darüber diskutieren

Die erste (und einzige) Regel des Fotobuchclubs lautet: keine Bücher mit deinen eigenen Fotos.
Fragen zur Entstehung von Fotobüchern, Erfahrungsaustausch, Plaudereien über die Fotobuch-Szene sind erwünscht – lass uns entspannt mit Fotobuchmacher*innen und Fotobuchliebhaber*innen unterhalten, ob allgemein oder thematisch.
Wenn du keine Termine des Fotobuchclubs oder Neuigkeiten von dienacht e.V. verpassen willst, melde dich für den Newsletter an oder folge ihnen auf Instagram und Telegram.
In Kooperation mit:
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I Want This House to Be Haunted

VERNISSAGE HEUTE
Wann: 28.08.2026
Uhr: 19:00 Uhr
Wo: Galerie Bohai e.V.
Ort: Schwarzer Bär 6, Hannover
Annika Weertz’ Ausstellung 'I Want This House to Be Haunted' entfaltet sich rund um ihr Elternhaus in Westdeutschland, das ihr als Bühne dient, um persönliche Erinnerungen und ihre Verbundenheit mit dem Ort ihrer Kindheit zu erkunden. Die zwischen 2021 und 2025 entstandenen Fotografien fügen sich zu einer nichtlinearen Reise durch Trennung, Trauer und familiären Wandel und zeigen, wie unvorhersehbar Erinnerungen und Reflexionen auftauchen. Die Ausstellung vereint ruhige Landschaften, Stillleben des Alltags sowie vieldeutige Porträts der Künstlerin und ihrer Familie, darunter ihres verstorbenen Vaters, und bewegt sich zwischen Zärtlichkeit und Konfrontation. Intim und universell laden die Fotografien dazu ein, in die emotionale Welt der Künstlerin einzutauchen, und geben Anlass zur Reflexion.
https://www.galeriebohai.com/
Zu Annika Weertz

porous

VERNISSAGE
Wann: 30.08.2026
Uhr: 15:00 Uhr
Wo: Studio II
Ort: Schleusenstraße 35, Woltersdorf
Porous
porous beschreibt einen Zustand der Durchlässigkeit. Eine Oberfläche, die nicht abschließt, sondern Spuren aufnimmt und weitergibt.
Die fotografischen Arbeiten nähern sich diesem Zustand auf metaphorische Weise. Sie sind tastend – in fragmentarischen Momentaufnahmen ebenso wie in bewusst konstruierten Situationen. Sichtbares und Verborgenes oder Natürliches und Artifizielles überlagern sich und erzeugen Bildräume, die weniger dokumentieren als andeuten. Fotografie wird hier zum Mittel der Annäherung an Zustände, die sich einer klaren Verortung entziehen.
Teilweise entstehen sie aus verschwommenen Kindheitserinnerungen, Gefühlen und inneren Bildern, deren Ursprung sich oft nicht mehr eindeutig bestimmen lässt. Es sind Motive, die sich unbewusst immer wieder in unsere Bildwelt einschreiben und unsere Wahrnehmung prägen. Die Arbeiten folgen diesen Spuren, ohne sie eindeutig aufzulösen oder zu erklären.
Sie laden dazu ein, Lücken zuzulassen und das Eigene zwischen den Bildern zu entdecken. porous versteht Erinnerung nicht als Archiv, sondern als lebendigen Prozess.
„Fountains“ ist eine Kollaboration der Fotografinnen Nora Lina Merten und Kathleen Pracht. Ihre Zusammenarbeit entwickelte sich während ihres Studiums der Fotografie am Lette-Verein Berlin (2015–2018), wo sie eine Gemeinsamkeit in ihrer bildlichen Sprache entdeckten: das Interesse an der poetischen Dimension der Welt – im permanenten Wandel.
Beide Künstlerinnen richten ihren Blick hauptsächlich auf gefundene und inszenierte Stillleben und setzen dabei ihre Fotografien in den Dialog. In ihren Arbeiten untersuchen sie Spannungsfelder zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit und machen Bewegungen, Transformationen und Prozesse innerhalb der sie umgebenen Welt sichtbar.

https://studiozwei.org/programm/fountains/

August Sander. Lanschaft. Architektur. Portrait. Facetten eines Werkes. Teil 1: Landschaft

VERNISSAGE
Wann: 04.09.2026
Uhr: 18:00 Uhr
Wo: Galerie Julian Sander
Ort: Bonner Str. 82, Köln
August Sander
Zum 150. Geburtstag von August Sander und 100 Jahre nach seiner wegweisenden Ausstellung im Kölnischen Kunstverein startet die Galerie Julian Sander den dreiteiligen Ausstellungszyklus Architektur Landschaft Portrait. Den Auftakt bildet Facetten eines Werkes – Teil 1: Landschaft (5. September–19. Dezember 2026) mit selten gezeigten Vintage-Abzügen seiner atmosphärischen Rheinlandschaften. Die Ausstellung eröffnet einen neuen Blick auf Sander als Meister der Landschaftsfotografie – zwischen dokumentarischer Präzision und romantischer Bildsprache.

https://galeriejuliansander.de/

Preis des Kunstvereins Hannover

VERNISSAGE
Wann: 04.09.2026
Uhr: 19:00 Uhr
Wo: Kunstverein Hannover
Ort: Sophienstraße 2, Hannover

Seit 1983 fördert der Kunstverein zusammen mit Partner:innen jüngere Positionen durch drei Aufenthaltsstipendien. Die Ausstellung zu jenem Preis des Kunstvereins präsentiert – im zweijährlichem Rhythmus – neue Arbeiten der Residents. 2026 zeigen die Künstler:innen Aria Farajnezhad, Jonas Höschl und Jana Piotrowski als jüngste Preisträger:innen neue Arbeiten.
Drei Künstler:innen, drei Perspektiven auf zeitgenössische Formen des Widerstands: Die Ausstellung präsentiert die Arbeiten von Aria Farajnezhad, Jonas Höschl und Jana Piotrowski, den jüngsten Preisträger:innen des Preises des Kunstvereins Hannover – einem der traditionsreichsten Residenz- und Förderprogramme für junge Künstler:innen in Norddeutschland.
Ausgehend von Anna Lowenhaupt Tsings viel beachteter Schrift Der Pilz am Ende der Welt: Über die Möglichkeit von Leben in den Ruinen des Kapitalismus (2015) zeigt die Ausstellung künstlerische Positionen, die sich mit der Möglichkeit von Leben und Widerstand in den Ruinen bestehender Systeme befassen. Tsing entwirft anhand des Matsutake-Pilzes, der in gestörten, vom Menschen geprägten Umgebungen gedeiht, ein Modell von Resilienz, das nicht außerhalb kapitalistischer Strukturen und ihrer Geschichte entsteht, sondern aus deren Überresten heraus.
Diese fungale Metaphorik beschreibt eine Form politischer Opposition, die sich nicht explizit lesbar darstellt. Anstatt sich jenseits bestehender Systeme zu positionieren, operiert sie von innen heraus – durch Persistenz, Infiltration und Verflechtung – und passt sich den Strukturen an, die sie zugleich durchdringt. Anstatt Widerstand als Bruch oder Intervention von außen zu verstehen, erforschen die Künstler:innen der Ausstellung spezifische Formen von Beharrlichkeit und Aushandlung innerhalb der Strukturen, in denen sie agieren. In ihren unterschiedlichen künstlerischen Praktiken reflektieren die drei Positionen Macht, Sichtbarkeit und die Möglichkeiten politischen Handelns unter gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen.

https://www.kunstverein-hannover.de/de/ausstellungen/9053-preis-des-kunstvereins-hannover

Rhizome

VERNISSAGE
Wann: 10.09.2026
Uhr: 18:00 Uhr
Wo: Persons Projects
Ort: Lindenstraße 35, Berlin

Im Rahmen der Berlin Art Week 2026 präsentiert Persons Projects voller Stolz Rhizome, eine Einzelausstellung von Paweł Książek, in der Schwarz-Weiß-Zeichnungen aus seiner Serie Narrations zusammen mit einer Auswahl seiner neuen Gemälde gezeigt werden. Die Ausstellung präsentiert sich eher als eine Sammlung von Ideen, Bildern und Assoziationen denn als eine einzige, lineare Geschichte. In den Werken treten Bild und Text in einen vielschichtigen Dialog und eröffnen einen Raum, in dem das Visuelle und das Schriftliche in einem Spannungs- und Resonanzverhältnis zueinander stehen. Książeks meisterhafte Beherrschung sowohl der Zeichenkunst als auch der Malerei durchzieht die gesamte Ausstellung. Durch seine Linienführung, Tongebung und Licht verleiht er seinen Arbeiten eine außergewöhnliche Intensität und eindringliche Präsenz.

https://www.personsprojects.com/exhibitions/rhizome

BOOK LAUNCH: Kolsky von Tanya Sharapova

BOOK RELEASE
Wann: 10.09.2026
Uhr: 18:00 Uhr
Wo: AFF Galerie
Ort: Kochhannstrasse 14, Berlin
Kolsky AFF
„The Kolsky book is the final result of five years spent on the Kola Peninsula, a place that became, for me, a mirror of something bigger: a shift happening quietly across Russia. I photographed the Kola Peninsula from 2019 to 2024, until it no longer felt safe to continue. I’ve built the story out of intimate portraits, landscapes, and small details of a snowy world near the Arctic Circle.
The book includes color images, shot on a film camera, along with archival images found in local homes and abandoned buildings.“
Kolsky will be published by Kult Books as a 20×25 cm hardcover book, with a first edition limited to 500 copies. The essay for the book, ‚It Is Not That Straightforward,‘ is written by Andrei Zavadski. Design by Tanya Sharapova and Janne Riikonen.
Editing by Tanya Sharapova and Janne Riikonen.


https://www.aff-galerie.de/

24FPS – Fotografie im Film – Baldiga

SCREENING
Wann: 15.09.2026
Uhr: 19:00 Uhr
Wo: Luru Kino in der Leipziger Baumwollspinnerei
Ort: Spinnereistr. 7, Leipzig
Baldiga – Entsichertes Herz
West-Berlin 1979. Jürgen Baldiga, Sohn eines Essener Bergmanns, ist gerade in die Stadt gezogen und beschließt, Künstler zu werden. Er arbeitet als Stricher und Koch, schreibt Gedichte und Tagebuch. Mit seiner HIV-Infektion entdeckt er 1984 die Fotografie. Seine Bilder sollen die Zeit anhalten und die Wirklichkeit einfangen: Sie zeigen seine Freunde und Lover, wilden Sex und das Leben auf der Straße und immer wieder die lustvollen Tunten des Schwulenclubs SchwuZ, die zu seiner Wahlfamilie werden. Zwischen Verzweiflung und Begehren, Auflehnung und unbändigem Überlebenswillen wird Baldiga im Angesicht des nahen eigenen Todes zum Chronisten der West-Berliner Subkultur. Als er 1993 im Alter von 34 Jahren stirbt, hinterlässt er tausende Fotografien und 40 Tagebücher – ein einzigartiges künstlerisches Vermächtnis.
Der Film ist ein Porträt eines radikalen und komplexen Künstlers – und der sagenumwobenen schwulen West-Berliner Szene der 80er und frühen 90er Jahre, die Baldiga so einfühlsam und authentisch fotografisch einfing wie niemand sonst.
Deutschland 2024, 92 min, deutsche Originalfassung | FSK: 16
Regie: Markus Stein | Drehbuch: Ringo Rösener
Fotos: Jürgen Baldiga
Fotografie und Film sind untrennbar miteinander verbunden. Nach der Erstellung der ersten Fotografie im Jahr 1826 durch Joseph Niépce dauerte es noch etwa 50 Jahre, bis Eadweard Muybridge Fotografien eines galoppierenden Pferdes anfertigte. Es war das erste Mal, dass Bewegung fotografisch festgehalten wurde. 1895 dann stellten die Brüder Lumiéres ein Gerät vor, welches Filme nicht nur aufnehmen, sondern auch kopieren und vorführen konnte. Der Grundstein für den Kinofilm war gelegt.
24FPS – Fotografie im Film ist ein ehrenamtliches, europaweit einzigartiges Projekt von fotografie- und filmbegeisterten Menschen des Vereins „dienacht e.V.“, die allen Interessierten – unabhängig von der jeweiligen finanziellen Situation – Zugang zu verschiedenen fotografischen Themen ermöglichen möchten.
In unserem Programm decken wir die Vielfalt des Themas sowohl mit Dokumentar- als auch Spielfilmen ab, zeigen Portraits einzelner Fotograf:innen, bewegen uns zwischen sozio-politischen Themen, Geschichte, Kunst sowie Reportage und bemühen uns um Vielfalt aus allen Regionen der Erde.
24FPS – Fotografie im Film ist eine Filmreihe, die monatlich stattfindet. Filmemacher:innen und Expert:innen sind regelmäßig für einen Austausch zu Gast. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Wir laden Euch ein, 24FPS – Fotografie im Film gemeinsam zu erleben und freuen uns sehr auf Euer Kommen!

https://www.dienacht.eu/24fps

Andreas Bleckmann | Rock-A-Nore Portraits

VERNISSAGE
Wann: 20.09.2026
Uhr: 11:00 Uhr
Wo: Emsdettener Kunstverein
Ort: Friedrichstraße 3, Emsdetten
Diese Ausstellung markiert das Debüt des aus Münster stammenden Fotografen Andreas Bleckmanns sowie die erste Präsentation einer Reihe von Arbeiten, die in den letzten fünf Jahren in Rock-A-Nore, in der Nähe seines Wohnorts Hastings an der Südküste Englands, entstanden sind. Bleckmanns fotografische Arbeiten bilden eine visuelle Studie, in der er sich intensiv mit der Darstellung des Menschen auseinandersetzt.
Intuitiv portraiert Bleckmann sowohl Mitglieder der Fischergemeinde als auch Besucher und Passanten. Im Zusammenspiel mit der Küstenlandschaft thematisiert er den Kontrast zwischen der tief verwurzelten Beständigkeit der Fischer und der flüchtigen Präsenz der Besucher, eingebettet in den natürlichen Rhythmes von Ebbe und Flut des Ärmelkanals.

https://www.emsdettener-kunstverein.de

Eigene Sachen

Eine neue Episode des Um vier Ecken Podcasts kommt sehr bald.
Du hast bis hierher gescrollt. Schön. Ich erinnere noch einmal an die Möglichkeit, dieMotive über STEADY oder via PayPal zu unterstützen. Hilft. Immer.
Bis dahin,

Liebe Grüße

Alex



Feedback, Anmerkungen, Hinweise und Sonstiges bitte an info@diemotive.de
Dies war der neunundzwanzigste Bulletin.
Der nächste erscheint. Bald im August oder so.

Nun bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Rückmeldungen und die Begegnungen zu bedanken.

Wer in irgendeiner Form mit mir/dieMotive kooperieren möchte, soll sich gerne melden. Ich kooperiere gerne. Und sonst was Maude sagt: Menschen sind meine eigene Spezies, die mag ich.
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