|
|
Bulletin #28
|
|
|
Ein herzliches Hallo und Moin. Hier gibt es nun wieder Dinge rund um Fotografie, oder eher rund um das Vermitteln von Fotografie. Zingst, Triennale Hamburg, Audio. Alles drin. Es gibt auch eine neue, super Podcastepisode. Mit Oliver Gehrs. Wer? Ja, genau. Müsst ihr selber hören. Und lesen. Weiter unten. Könnt ihr nicht verfehlen. Gehabt euch wohl.
|
|
|
|
Von Zingst zur Triennale
|
|
Erst das Fotofestival Horizonte Zingst und dann direkt die 9. Triennale der Photographie Hamburg. Auch deshalb kommt dieser Bulletin etwas verspätet. Ich wollte das Eröffnungswochenende abwarten. Zumal beide Festivals thematisch gar nicht so weit voneinander entfernt sind. In Zingst ist es „Mensch“, in Hamburg „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other“.
|
|
Einen direkten Vergleich sollte man allerdings vermeiden, da die beiden Festivals sehr unterschiedlich sind, sowohl in ihrer Ausprägung als auch im Umfang. Eine Einordnung oder gar ein abschließender Kommentar ist daher nicht ganz einfach.
|
|
Über das Festival in Zingst kann ich zumindest sagen, dass es wirklich schön war. Ähnlich wie im Podcast mit der Kuratorin Edda Fahrenhorst war alles von einer gewissen Leichtigkeit geprägt. Auch das Wort niedrigschwellig passt hier ganz gut. Ich hatte nie das Gefühl, mich erst durch lange Texte arbeiten zu müssen, um etwas zu verstehen oder zu fühlen. Richard Renaldis „Touching Strangers“ und Zed Nelsons „The Anthropocene Illusion“ waren großartig. Natürlich nicht mehr ganz neu, aber das ändert nichts an ihrer Qualität.
|
|
Dass ich bei Max Kerstings „Unbeschwerte Tage“ laut lachend in der Ausstellung stand, sollte nicht unerwähnt bleiben. Und dass Vedad Divović „Schöne Bilder meiner Mutter“ gemacht hat, war für mich eine kleine Entdeckung der letzten Monate.
|
|
Außerdem haben Nora Handsley und Mats Hoff mit „I Love You“ eine Arbeit gezeigt, die stark zwischen Unbeschwertheit, Spaß und Drama pendelt. Auch menschlich sind die beiden großartig. Grüße.
|
|
Die Arbeit von Nora und Mats lässt sich in anderer Form auch noch während der Triennale in Hamburg erleben. Sie ist noch bis zum 11.06., also morgen, im Kachelraum neben der Frappant Galerie zu sehen.
|
|
Ah, Triennale. Eine abschließende Einschätzung ist noch nicht möglich. Den Eröffnungsrundgang von der Kunsthalle über das Kunsthaus und den Kunstverein bis zur großen Eröffnung habe ich zwar komplett gemacht, aber letztlich mehr Unterhaltungen geführt als konzentriert Ausstellungen gesehen. Zu viele Menschen, zu viele Gespräche.
|
Die erste Ausstellung in diesem Eröffnungsstakkato in der Kunsthalle habe ich ernsthaft zu verstehen versucht. Es ist mir nicht gelungen. Gute Einzelarbeiten gibt es, ja. Aber … ich habe nicht einmal konkrete Fragen. Ich wüsste gar nicht, was ich fragen sollte. Rätsel.
|
|
Für alle kommenden Besucherinnen und Besucher der Triennale: Die Ausstellung im EG des Kunstvereins ist durchaus anspruchsvoll, aber bitte kommen Sie nicht auf die Idee, nach oben zu gehen. Diese eigentlich großartige obere Ausstellungsfläche gehört gar nicht zum Festivalprogramm. Ich wusste das nicht und stand plötzlich in einem Raum mit einem gespannten Seil und weiteren Objekten, an die ich mich kaum erinnere. Mein erster Gedanke: Was ist hier los? Triennale der Photographie? Triennale der Objekte?
|
|
Die Hauptausstellung in den Deichtorhallen hat mich dann etwas ratlos zurückgelassen, was mehr an mir als an der Ausstellung lag. Viele galerieartige Kabinette mit Einzelarbeiten, dazu im hinteren Bereich eine Ausstellung der F. C. Gundlach Sammlung. Am Eröffnungsabend war es extrem voll, und ich war ständig in Gespräche verwickelt. Eine konzentrierte Auseinandersetzung mit der Ausstellung von Kurator Mark Sealy war so kaum möglich. Das muss ich mir noch einmal in Ruhe anschauen.
|
Mir wurde auch in den folgenden Tagen immer wieder gesagt, dass diese Ausstellung einen zweiten und dritten Blick braucht, dann sei sie sehr gut. Das halte ich für plausibel. Ich werde berichten.
|
|
Neben den unzähligen Ausstellungen in Hamburg, die ich gesehen habe und die ich in den kommenden Tagen noch besuchen werde, waren es wieder einmal die vielen schönen, unterhaltsamen, ernsten, lustigen und auch beiläufigen Begegnungen, die man in so kurzer Zeit auf einem Festival erleben kann. Bekannte und neue Gesichter. Viel gelacht, viel diskutiert. Großartig.
|
|
Viel Liebe für die Menschen, deren Begleitung und Gegenwart ich genießen durfte. Alliance und Love habe ich dort auf jeden Fall gefunden. Passt doch.
|
|
|
|
Mehr Audio wagen
|
|
Wie lange ich mich gegen die Bezeichnung „Podcaster“ gewehrt habe. Lange. Warum, ist mir selbst schleierhaft. Wenn ich einen Strich unter alles ziehe, stehen dort so viele schöne Audioproduktionen, dass ich mir vielleicht doch eingestehen sollte, dass mir die Vermittlung von Fotografie als Audioformat, manchmal auch als Video, am leichtesten fällt und sich nie wie Arbeit angefühlt hat.
|
|
Ob ein komplettes Podcastformat inklusive Videointerviews für die Biennale in Mannheim, Audioguides für die RAW Triennale in Worpswede oder die Wiesbadener Fototage, ein Podcast-Special zur Internationalen Photoszene Köln, eine Podcastepisode für den EPSON-Podcast, Ausstellungsrundgänge und Instagram Talks für die DFA, unzählige dieMotive-Episoden oder die Gespräche mit Miriam bei Um vier Ecken – hinterher ging es mir immer gut.
|
Die O-Töne in der tollen Hans-Hansen-Ausstellung im MK&G stammen ebenfalls von mir. Ein Traum. Kostet alles viel Zeit, macht aber auch glücklich. Weiter geht’s. Buchen Sie mich jetzt!
|
|
Im letzten Bulletin hatte ich schon durchblicken lassen, dass ich vielleicht mal wieder aktiver an Formaten für Social Media und Podcast arbeite oder einen Ausstellungsrundgang mache. Letzteres ist bereits geschehen und auf Instagram sowie auch bei YouTube zu sehen. Ich war bei HANS HANSEN im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Toll.
|
|
Ersteres ist tatsächlich in Arbeit. Seit der Arbeit an dem Kartenquiz habe ich immer wieder Skripte und Ideen für kurze Audioformate entwickelt. Als Gedankenstütze und Recherchebasis zu dem Quiz. Diese habe ich nun wieder herausgekramt und im wahrsten Sinne des Wortes spruchreif gemacht und ergänzt. Ein bisher vollkommen ungenutztes Format. Das fehlte mir schon länger. Ich hatte es in angepasster Form einmal Studierenden in einem Hochschulkurs angeboten. Irgendwie fehlte da jedoch die Motivation. Nun mache ich es eben selbst. Eine schöne Sache.
|
Bis zum nächsten Bulletin sollten bereits zwei bis drei Folgen veröffentlicht sein, beginnend ab dem 16.06. Vielleicht gibt es dazu dann jeweils einen kurzen Newsletter am Veröffentlichungstag. Und wer jetzt nicht mehr voller Überzeugung 1 bis 5 Euro übrig hat, um so viel gutes Audio zu unterstützen, dem kann ich auch nicht mehr helfen. ;-) Kann man entweder bei Steady oder via PayPal.
Allerliebste Grüße
Alex
|
|
|
Eine neue Podcast-Episode ist, wie oben angekündigt, auch online:
|
|
dieMotive und Oliver Gehrs (DUMMY Magazin). Auch bei Um vier Ecken mit Miriam Zlobinski gibt es eine neue Episode. Zum Thema Portät. Zu letzterer dann weiter unten mehr.
|
|
|
|
In dem Gespräch geht es um Fotografie im Printjournalismus, die ungewöhnlichen Titelseiten des Magazins und die Frage, was man dem Publikum zumuten darf. Oliver Gehrs ist seit 2003 (Mit-)Herausgeber des Gesellschaftsmagazins DUMMY. Im Tatort hat er auch schon mitgespielt.
|
|
|
|
|
|
Ausstellungen und Events bis zum 04.07.26
|
Die folgenden Empfehlungen und Nennungen speisen sich aus dem dieMotive-Veranstaltungskalender. Was eingetragen ist, kann auch genannt werden. Hier und auf Instagram.
|
|
|
|
|
|
|
|
Kulturpolitische Lobbyarbeit – Eine Veranstaltung vom Deutschen Fotorat
|
Wann 11.06.2026, 17:30 Uhr Wo Phototriennale Festivalzentrum Ort Deichtorstraße 1-2, 20095, Hamburg
|
|
Gefahr: KI in der journalistischen Fotografie; Wichtig: das fotokulturelle Erbe; Zukunft: Medien- und Bildkompetenz
|
Podiumsteilnehmer*innen aus dem Vorstand des Deutschen Fotorats: Anna Gripp, Julia Laatsch und Ingo Taubhorn, und andere Moderation: Ulrich Rüter Der 2021 gegründete Deutsche Fotorat stellt sich als Dachverband der Fotografie in Deutschland vor und gibt Einblicke in seine vielfältige kulturpolitische Lobbyarbeit. Die aktuell 47 Mitgliedsorganisationen setzen sich gemeinsam für das Medium Fotografie, die Fotokultur und für die fotografische Berufspraxis ein. Fotografische Vor- und Nachlässe, die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf Fotografie und Medien sowie Bildkompetenz bei Kindern und Jugendlichen gehören zu den Schwerpunktthemen im Deutschen Fotorat, die auf dem Podium und mit dem Publikum diskutiert werden. Vorgestellt wird zudem eine neue Expert*innen-Datenbank für Fotografie des Deutschen Fotorats, die für eine noch bessere Vernetzung und für Sichtbarkeit wichtiger Expert*innen und Ansprechpartner*innen sorgen soll. Anna Gripp ist Chefredakteurin der Zeitschrift PHOTONEWS und Beirätin der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), seit 2022 im Vorstand des Deutschen Fotorats, seit 2023 Sprecherin im Deutschen Kulturrat. Julia Laatsch ist freischaffende Fotografin, FREELENS-Beirätin, seit 2022 im Vorstand des Deutschen Fotorats, seit 2023 Sprecherin im Deutschen Kulturrat. Ingo Taubhorn, Künstler und Ausstellungsmacher, seit 2022 Vorstand Deutscher Fotorat, seit 2023 Sprecher im Deutschen Kulturrat. 2010-2025 Präsident der Deutschen Fotografischen Akademie.
|
|
|
|
|
|
Fotobuchclub Leipzig
TALK Wann 11.06.2026, 19:00 Uhr HALLE 14 – ZENTRUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN DER LEIPZIGER BAUMWOLLSPINNEREI
|
|
|
Einmal im Monat gibt es die Möglichkeit, Fotobücher zu entdecken, zu hinterfragen und schätzen zu lernen – eine einzigartige Form des visuellen Geschichtenerzählens. Der Club verfolgt einen offenen und partizipativen Ansatz und lädt alle zur Teilnahme ein, unabhängig von deinem Hintergrund oder Erfahrung. Die Teilnahme ist kostenlos.
|
Es ist einfach: 1. Bring ein Buch mit 2. Stelle das Buch kurz vor 3. Lass uns darüber diskutieren
|
|
Die erste (und einzige) Regel des Fotobuchclubs lautet: keine Bücher mit deinen eigenen Fotos.
|
|
Fragen zur Entstehung von Fotobüchern, Erfahrungsaustausch, Plaudereien über die Fotobuch-Szene sind erwünscht – lass uns entspannt mit Fotobuchmacher*innen und Fotobuchliebhaber*innen unterhalten, ob allgemein oder thematisch.
|
|
Wenn du keine Termine des Fotobuchclubs oder Neuigkeiten von dienacht e.V. verpassen willst, melde dich für den Newsletter an oder folge ihnen auf Instagram und Telegram.
|
|
|
|
Love (in) The City
VERNISSAGE Wann 11.06.2026, 19:00 Uhr Wo xpon-art gallery Ort Repsoldstraße 45, 20097, Hamburg
|
|
|
Foto: Michael Penner
|
|
Zum 11. Hamburger Architektur Sommer und zum Fotosommer der 9. Triennale der Photographie
|
Die Entwicklung der Stadt aus ungewöhnlichen Perspektiven. Drei fotografische Positionen von Claas Möller & Peter Bruns, Gerald Chors und Michael Penner Die Ausstellung in der xpon-art gallery ist geöffnet bis zum 12. Juli. Vernissage mit den Fotografen am 11. Juni 2026 um 19 Uhr. LOVE [in] the City ist eine Fotoausstellung von drei Positionen flanierender Fotografen, die das Hamburger Stadtbild mit ungewohnten Blicken dokumentiert. Claas Möller und Peter Bruns, Preisträger des Georg-Koppmann-Preises für Hamburger Stadtfotografie, zeigen eine Vielzahl von tatsächlichen wie Ersatz-Religionen in architektonischen Kuriositäten. Gerald Chors dokumentierte mit den ersten Fotos der Smileys von OZ das Hamburger Stadtbild von 1991 und stellt ihnen Aufnahmen derselben Orte von heute gegenüber. Michael Penner fotografiert seit Jahren Bauplanen und Plakate, die Neubauten verdecken und zeigen, was werden soll, dabei aber ein Eigenleben entwickeln und erreicht in seinen Aufnahmen einen irritierenden Schwebezustand, der den gewohnten Blick ins Wanken geraten lässt und die Ambivalenz der Entwicklung gut beschreibt. Beobachtungen, die über Momentaufnahmen hinausgehen, Prozesse widerspiegeln und ohne viel Worte die Liebe zu und in der Stadt reflektieren.
|
|
|
|
Dominik Geis – „I want to Breker free“
VERNISSAGE Wann 12.06.2026, 18:00 Uhr Wo Kunstraum Elsa Ort Elsa-Brändström-Str. 13, 33602, Bielefeld
|
|
|
Laufzeit: 12.06.26 – 07.08.26 Termine: Eröffnung 12.06.26 ab 18 Uhr 28.06. 16 Uhr Künstlergespräch mit Dominik Geis und David Riedel, künstlerischer Leiter des Museums Peter August Böckstiegel um 16 Uhr Führungen: 25.06.26, 16-17 Uhr 23.07.26, 16-17 Uhr Öffnungszeiten Donnerstags 14-17 Uhr
Die Ausstellung „I want to Breker free“ untersucht die nationalsozialistische Bildsprache. Ausgangspunkt ist unter anderem das Werk Arno Brekers. In Anlehnung an den Song „I Want to Break Free“ von Queen artikuliert sich im Titel der Wunsch, sich von festgeschriebenen Blickregimen zu lösen: von den Erzählungen der Propaganda ebenso wie von den Gewissheiten einer scheinbar objektiven Betrachtung. Die Ausstellung fragt insbesondere, welche Rolle (homo)erotische Bildcodes in der Inszenierung nationalsozialistischer Männlichkeit spielten und wie gesellschaftliche Normen sowie kunsthistorische Wertungen unseren Umgang mit diesen Bildern bestimmen. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Christina Benninghaus, Maria Lutter und Roland Nachtigäller.
|
Projektleitung: Katharina Bosse
|
|
|
|
|
|
|
|
|
24FPS – Fotografie im Film „Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte“
FILM | SCREENING Wann 16.06.2026, 19:00 Uhr Wo Luru Kino in der Leipziger Baumwollspinnerei Ort Spinnereistr. 7, 04179, Leipzig
|
|
|
Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 versucht die junge Fotografin Libuše Jarcovjáková mit ihren Bildern den Zwängen des repressiven tschechoslowakischen Regimes zu entkommen. Sie will herausfinden, wer sie sein möchte, und geht dafür auf die Straßen von Prag, in verstaubte Kneipen, zur Nachtschicht in eine Druckerei, in die Communities der Roma und vietnamesischen Migrant:innen. Schnappschüsse von Nacktheit, Sex und Alkohol wechseln sich ab mit Bildern von Lethargie und Restriktionen. Als sie wegen Fotos aus einem Schwulenclub Probleme mit der Polizei bekommt, geht Libuše eine Scheinehe ein und zieht nach Berlin. Doch auch die neue Welt ist voller Hindernisse. Mit ihrem letzten Geld fliegt sie nach Tokio, wo ihr der Durchbruch als Modefotografin gelingt. Aber das ist nicht das Leben, das Libuše leben will. Sie kehrt erst nach Berlin und später nach Prag zurück. Ihre Rückschläge und Erfolge, ihre Gefühle und Beziehungen und ihre nie endende Suche nach sich selbst sind festgehalten in ihren Bildern und Tagebüchern. Tschechien/Slowakei/Österreich 2024, 90 Minuten, tschechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln | FSK: 16
|
Regie: Klára Tasovská | Produzent*innen: Lukáš Kokeš, Klára Tasovská | Fotos & Tagebücher: Libuše Jarcovjáková
|
|
|
|
WELTENWANDERER
VERNISSAGE Wann 19.06.2026, 19:00 Uhr Wo Kunstverein Bad Nauheim – Galerie in der Trinkkuranlage Ort Ernst-Ludwig-Ring 1, 61231, Bad Nauheim
|
|
|
In der Ausstellung »Weltenwanderer« präsentiert der Fotokünstler Jürgen Strasser in den Räumen des Kunstvereins Bad Nauheim vom 20. Juni bis 2. August 2026 Arbeiten aus den Jahren 2013 bis 2026. Den Mittelpunkt der Ausstellung bilden die beiden Werkreihen »Living in a Box« und »Zukunft findet Stadt«. In diesen beiden Serien inszeniert der Fotokünstler beinahe grafisch-abstrakte Stadtansichten und spürt steingewordenem Fortschrittsglauben, aber auch Visionen menschenwürdigen sozialen Wohnens nach. Diese »schöne, neue Welt« bricht er mit seiner Serie »Tomorrow?!« auf.
|
AUSSTELLUNGSDAUER 20. Juni bis 2. August 2026
|
|
|
|
Terra Salis
VERNISSAGE Wann 19.06.2026, 19:00 Uhr Wo Künstler*innenhaus FRISE Ort Arnoldstraße 26, 22765, Hamburg
|
|
|
Mit „Terra Salis“ untersucht Anna Bergold eine Landschaft, die seit Jahrzehnten vom Kalibergbau geprägt ist. Industrielle Nutzung, geologische Strukturen und ökologische Folgen greifen hier ineinander. Landschaft zeigt sich als Ergebnis von Planung, Eingriffen und langfristigen Veränderungen, die tief in den Boden reichen. Die Ausstellung gliedert sich in drei räumlich getrennte Ebenen. Die oberirdische Ebene zeigt den Salzberg, seine industrielle Infrastruktur und seine Präsenz in der Region. Die unterirdische Ebene thematisiert geologische Schichten, eine Deponie für Giftmüll und Salzmineralien. Eine verbindende Ebene dazwischen macht sichtbar, wo die Spuren an die Oberfläche treten: belastete Gewässer, salztolerante Pflanzen, neue Formen von Landschaft.
geöffnet: 20.–28.6, Fr–So, 15–19 Uhr und nach Absprache Artist Talk: So, 28.6.26, 15 Uhr Anna Bergold im Gespräch mit Wiebke Schwarzhans
|
|
|
|
nicht hier i nie tam
VERNISSAGE Wann 25.06.2026 Uhr 19:00 Wo Pop Up Raum Grindelallee Ort Grindelallee 129, 20146, Hamburg
|
|
|
Mit "nicht hier i nie tam" präsentiert Kate Kuklinski eine fotografische Arbeit über Herkunft, Zugehörigkeit und vererbte Erinnerung. Ausgangspunkt des Projekts ist die Geschichte ihrer Familie in Oberschlesien – einer polnischen Region, die von politischen Umbrüchen, Grenzverschiebungen und wechselnden Zugehörigkeiten geprägt wurde. Die Arbeit bewegt sich entlang persönlicher und kollektiver Erinnerungsspuren und untersucht, wie sich Geschichte in Familien einschreibt, weitergegeben, verändert oder verschwiegen wird. Zwischen Fotografien, Archivfragmenten und subjektiven Bildern entsteht eine Annäherung an das Gefühl des Dazwischenseins – zwischen Orten, Sprachen, Identitäten und Generationen. Dabei richtet sich der Blick weniger auf historische Eindeutigkeit als auf die Fragilität von Zugehörigkeit und die Frage, wie sich Identität formt, wenn Herkunft, Sozialisation und äußere Zuschreibung nicht mehr deckungsgleich sind. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, Erinnerung erscheint bruchstückhaft, widersprüchlich und dennoch wirksam.
Mehr hier.
|
|
|
|
Ausstellung EDITION 5 in Berlin
VERNISSAGE Wann 26.06.2026, 18:00 Uhr Wo Galerie Zimmer48 Ort Zossener Straße 48, 10961, Berlin
|
|
Zwischen Präzision und Prozess: Fünf Perspektiven zur Neuverhandlung bildnerischer Wirklichkeiten Die Ausstellung EDITION 5 bringt fünf künstlerische Positionen zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Konstruktion und Dekonstruktion von (Bild-)Räumen auseinandersetzen. Im Spannungsfeld zwischen architektonischer Klarheit, fotografischer Präzision, malerischer Freiheit und materieller Vielschichtigkeit untersuchen die Künstler, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und künstlerisch neu ordnen. Mit Arbeiten von: Mark Hellmann, Claire Kaufmann, Angelika Richter, Nina Hainmüller und Franck Schmidt-Husson.
Vernissage: Freitag, 26.06.2026 | 18:00 – 22:00 Uhr Die Ausstellung kann am Tag der Vernissage berets ab 11:00 Uhr besucht werden. Ausstellungszeitraum: Fr, 26.06. – So, 28.06.2026 Öffnungszeiten: Freitag: 11:00 – 22:00 Uhr Samstag/Sonntag: 11:00 – 20:00 Uhr
|
|
|
|
Eigene Sachen
|
|
|
|
Eine neue Episode des Um vier Ecken Podcasts ist seit dem 21.05. zu hören. Es geht um Porträts. Warum eigentlich Porträts? Wenn ein Porträt in einer Arbeit auftaucht, ohne wirklich etwas zu erklären, zwickt das. Alex und Miriam sprechen über überhöhte Versprechen, über Nähe, Ernsthaftigkeit und die politische Dimension des Genres, von Frederick Douglass bis zum anonymen Redaktionsbild. Eine Folge über das, was wir von Gesichtern erwarten und was sie uns schulden.
|
|
|
|
|
|
Du hast bis hierher gescrollt. Schön. Ich erinnere noch einmal an die Möglichkeit, dieMotive über STEADY oder via PayPal zu unterstützen. Hilft. Immer.
|
|
|
Dies war der achtundzwanzigste Bulletin. Der nächste erscheint. Bald.
|
|
Nun bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Rückmeldungen und die Begegnungen zu bedanken.
|
Wer in irgendeiner Form mit mir/dieMotive kooperieren möchte, soll sich gerne melden. Ich kooperiere gerne. Und sonst was Maude sagt: Menschen sind meine eigene Spezies, die mag ich.
|
|
|
|
|
|
|