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Bulletin #22

ups.
Da ist mir ein Newsletter durchgerutscht, letzten Monat. Naja. Es gab einfach nichts zu schreiben, hihi. Also, Ausstellungen schon, aber egal. Ich bitte um Entschuldigung. Das passiert.

Dabei ist dann doch einiges passiert. Gestern ist die Doku The Stringer auf Netflix erschienen. Dazu aber unten mehr. Zwischendurch habe ich mich außerdem an gute aussichten erfreut, denn diese waren wieder einmal zu Gast in den Deichtorhallen. Und es gibt gleich mehrere Punkte, die man vielleicht noch einmal hervorheben sollte. Dazu gehört, dass Nadine Isabelle Henrich die Kuration dieser großen Ausstellung im PHOXXI ganz einfach ihrer Volontärin Sarah Gramotke überlassen hat. Starke Geste, und noch besser: Sarah Gramotke hat einen wirklich hervorragenden Job gemacht. In diesem Containersakralbau 13 Einzelpositionen unterzubekommen, muss man erst einmal schaffen. Ich hatte wirklich so meine Bedenken. Was sonst eher in das große Haus der Photographie (wird noch immer saniert) passt, soll nun da rein? Ja. Und wie.

Die Arbeiten? Top. Jede*r hat da natürlich seine Favoriten, aber gut waren sie alle – auch im Gesamteindruck. Natürlich bleibt mir kaum etwas anderes übrig, als hier Robin C. Wolfs Arbeit Prompt: Me noch einmal explizit zu erwähnen. Aus ihm zugeschickten Prompts macht er Arbeiten, die sich kaum beschreiben lassen, ein Qualitätsmerkmal in diesem Fall. Und zum Glück: Der Mensch schlägt die KI noch immer in jeglicher Hinsicht, wenn es um Kreativität, Mut und Umsetzung geht.
Hier jetzt alle Künstler:innen ausdrücklich zu erwähnen, wäre schwierig.

Was aber erwähnt werden muss: der eher unglückliche Auftritt der beiden gute aussichten-Gründer:innen. Ob bei der Pressetour oder bei der Eröffnung, irgendwie schienen beide kein Problem damit zu haben, sich einfach das Mikro zu schnappen und entweder unhöflich herumzublaffen, man solle doch nun mal die Künstler:innen vorstellen, oder direkt selbst eine Rede zu halten und in die Arbeiten einzuführen, obwohl das eindeutig die Aufgabe der Kuratorin gewesen wäre. Das war schwer auszuhalten.
Zum Glück hatte Nadine Isabelle Henrich genug Rückgrat, um zu intervenieren und das Mikrofon wieder der eigentlichen Verantwortlichen zu überlassen: ihrer Volontärin. Ich wünsche, dass so etwas nicht noch einmal passiert, oder man zumindest aus der Vergangenheit lernt und diesen eigentlich gut gemeinten „Preis“ nicht einfach so weitermacht. Dabei war diesmal endlich alles gut und die prämierten Künstler:innen sind auch nicht über den Tisch gezogen worden. Oder so.

Was war sonst? Ein Symposium hat mich dann doch mehr beschäftigt, als erwartet. Der folgende Text ist natürlich ein bisschen provokativ. Aber ich habe mich auch echt provoziert gefühlt. ;-)

Vortragsgemüse: Serviervorschlag [CAUTION HOT]

Am 21.11. fand das Symposium des Deutschen Fotorats statt. Die Themen: „Analoge Fotografie zwischen Hype und Vergessen“, „Bildung durch Bilder. Fotografie als Schlüssel zur visuellen Welt“, „Bildjournalismus im Zeitalter generativer KI“ und „Fotoerbe. Wohin mit Vor- und Nachlässen“. Klingt alles spannend und gut geeignet für ein Symposium. Während das erste Panel zur analogen Fotografie dazu führte, dass der Themenrahmen direkt in der aktuellen Episode des „Um vier Ecken“-Podcasts landete, mehr dazu weiter unten, waren die Panels zur Bildung und besonders zur KI besonders aufschlussreich, erst recht, weil sie überhaupt nicht aufschlussreich waren.

Bildjournalismus in Zeiten generativer KI könnte ein erschütternder bis wachrüttelnder Vortrag sein. Ein Vortrag, der zeigt, wie schlimm es um den Bildjournalismus steht und welche Rolle KI dabei spielt. Womit nicht nur der Journalismus in Deutschland, sondern weltweit zu kämpfen hat. Doch der Vortrag beginnt mit fast belanglosen KI-Bildchen eines angeblich kranken Phil Collins, veröffentlicht auf Facebook. Direkt danach noch belanglosere Bilder von Influencern mit Haustieren. Dann wieder KI-Bilder-Beispiele von Facebook, Mark Zuckerberg mit eigenen Kreationen (der Vortragende scheint anhand der goldenen Kette auf dem Bild sofort einen Rapper erkannt zu haben) und Bilder eines Mädchens mit Hund auf einem Boot. Kontext: „Hurricane Katrina“. Alles auf Facebook oder X. Danach Beispiele von neuen Plattformen für KI-Kreationen, deren Inhalt ausschließlich, Überraschung, aus KI-Kreationen besteht. Ein ernsthaftes Problem war da nicht beschrieben und auch nicht zu erkennen. Facebook als Quelle für den Niedergang des Bildjournalismus zu nutzen, ist gelinde gesagt schräg. Und was KI-Plattformen von Meta in einem Vortrag zum Bildjournalismus zu suchen haben, erschloss sich ebenfalls nicht.
Erst beim eigentlichen Punkt des Vortrags wird es spannend: Die Auszeichnung KI-generierter Bilder soll in der Publizistik klar gekennzeichnet werden. Auch auf einer Plattform, die ausschließlich KI-Content veröffentlicht?
Argumentiert wurde mit Beispielen von Bildunterschriften, die als Quelle erst „FOTO:“ schreiben und dann „[KI] generiert mit Kindroid“ ergänzen. Kritik daran: „Bitte nicht Foto schreiben.“ Puh. Ja, Mist, die Bots übernehmen langsam das Internet, der Bildjournalismus kämpft um seine Zukunft, und das Zukunftsszenario mit KI ist unklarer denn je, aber hier: „Ey, bitte nicht Foto schreiben.“ Das war’s? Mehr nicht? Keine ernstgemeinte, argumentativ sauber ausgearbeitete Pointe, die zeigt, was problematisch sein könnte, welche Auswirkungen das hat und wo wirklich der Schuh drückt?
Nö. „Foto“ zu schreiben ist vielleicht nicht ganz korrekt, aber daraus die Pointe eines ganzen Vortrags zu basteln, ist bescheiden. Es folgt noch: falsche, fehlende oder missverständliche Kennzeichnung von Bildern auf Adobe Stock, mit Beispielen, wo diese Bilder genutzt wurden. Alles Beispiele, die nicht wirklich schockierend oder bedeutsam sind. Stichwort „Symbolbild“. Die Yoga-Frau auf dem Dach gab mir den Rest. An inhaltlicher Belanglosigkeit kaum zu überbieten. Wenn es nur darum gegangen wäre zu zeigen, wie und wo KI-Bilder genutzt werden, ok. Aber was hat das nun wirklich mit Bildjournalismus zu tun? Wann kommt der Riss?
Kommt nicht. Stattdessen des Deutschen liebste Beschäftigung: Regeln, Verbote, Änderungen einfordern. Ich höre schon die Rufe: „Auf das Schild dahinten bitte ‚Stopp‘ mit zweitem p schreiben, sonst hält keiner an.“

Als der Vortrag dann mit einer Packung REWE Bio Kaisergemüse schloss, suchte ich schon nach Eiern in meinen Taschen. Ich hätte gerne etwas geworfen. Stattdessen war ich gelähmt. Das Argument zum Kaisergemüse mit dem Aufdruck „Serviervorschlag“ war ein Höhepunkt. Gedanke: Serviervorschlag steht da, weil Firmen Angst haben, verklagt zu werden, wenn die Möhren nicht aussehen wie auf der Packung. Und bei Fotografie würde dann überall stehen müssen: „Kann Spuren von KI enthalten.“ Ja, das stimmt sogar. Aber Zitat: „Keiner weiß warum.“ STOP mit einem P. HALT. An dieser fehlinterpretierten Kleinigkeit lässt sich das Gesamtproblem des Vortrags ablesen, auch im Zusammenhang mit dem Vortrag zur Bildung. Denn natürlich wissen sehr viele, weshalb das mittlerweile überall draufsteht. Einfache Antwort: weil Menschen teilweise richtig dumm sind oder aus Boshaftigkeit dumm tun. Es gibt keine Lebensmittelfirma mehr, die nicht Klagen bekommt, weil auf der Packung etwas abgebildet ist, was nicht drin ist. Hier: zwei ganze Möhren und eine Schüssel. Bei Fotoshootings im Lebensmittelbereich wird penibel darauf geachtet, nicht eine Tomatenscheibe mehr abzubilden, als wirklich im Produkt enthalten ist. Ja, ich war oft bei solchen Momenten dabei. Meist habe ich mir dann noch den Mund am heißen Kaffee verbrannt. Auf der Tasse stand einfach nichts drauf.

Man kann den Serviervorschlag auch als Beweis für eine Stärke des Bildes lesen: das Vertrauen darauf, dass das, was zu sehen ist, auch ist.
Und nun zur Conclusio des Vortrags: ähhhhhhh. Genau. Gibt keine. Denn nur mit einer neuen Regel oder Vorschrift ist kein Blumentopf zu gewinnen. Es erscheint gnadenlos kurzsichtig zu glauben, das Problem massenhafter KI-generierter Bilder im wachsenden Bilderstrom wäre mit Regeln und Verboten zu lösen. Dabei ist es doch gar nicht schwer: Warum werden solche Bilder produziert? Wer produziert sie und wer nutzt sie? Genau. Menschen. Schlussendlich sind es immer Menschen. Sie entwickeln Dinge und nutzen sie dann, meist aus Faulheit oder noch simpler aus Geldgier, also aus Zeitersparnis.
Wenn wir ein ernsthaftes Problem erkannt haben, hier die redaktionelle Nutzung sowie die massenhafte Verbreitung von KI-Bildmaterial, mehr und mehr auch durch Bots, dann sollten wir nicht nur am Symptom herumdoktern und glauben, mit einer Verbotsibuprofen oder einer Änderung der Bildunterschrift wird das schon werden. Können wir bitte anfangen, über die wirklichen Ursachen zu sprechen, so komplex sie auch sein mögen, und nicht immer nur darauf hinweisen, was technisch möglich ist und genutzt wird. Hätte auf diesem Vortragsgemüse mit dem Titel „Bildjournalismus“ wenigstens „Serviervorschlag“ gestanden, ich hätte es mir nicht reingezogen. Dabei hätte das Panel zur „Bildung durch Bilder“ eine gute Grundlage bieten können. Ach, lassen wir das. Hätte.

Ob ich vielleicht übertreibe, kann man hier nachschauen: https://www.youtube.com/live/MYxDe9I2IH8

Ausschreibungen

Ausschreibung des neuen PHOTO ARCHIVE HAMBURG endet am 01.12.

Weitere Details zur Einreichung finden Interessierte auf der Projektwebseite: www.photoarchivehamburg.com

Was noch läuft oder bald endet.

TIPP

PHILIP MONTGOMERY – AMERICAN CYCLES

Läuft noch bis: 10.05.2025
Wo: PHOXXI – Temporäres Haus der Photographie
Ort: Deichtorstraße 1-2, 20095, Hamburg

Der mexikanisch-amerikanische Fotograf Philip Montgomery (geb. 1988) ist bekannt für seine fotojournalistischen Arbeiten, in denen er die Gesellschaft der Vereinigten Staaten – ihre Konflikte und Allianzen – in ikonischen Schwarzweißbildern porträtiert. Ob in Minneapolis nach der Ermordung von George Floyd oder in Miami während des Hurrikans Irma – seine Fotografien zeichnen sich durch eine spürbare Spannung zwischen der Zeitlosigkeit seiner dramatischen Bildsprache und der Dringlichkeit des dargestellten Geschehens aus. Mit AMERICAN CYCLES präsentiert das PHOXXI die erste große institutionelle Einzelausstellung Montgomerys.
Philip Montgomery

@ Philip Montgomery

Von Donald Trumps erster populistischer Kampagne bis zur Black-Lives-Matter-Bewegung, über Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, bis hin zu Wirtschaftskrisen und deren Auswirkungen auf die Menschen, zeigt die Ausstellung über 100 Arbeiten aus den Jahren 2014 bis heute. Darunter auch Montgomerys Porträts von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur sowie seine Untersuchung politischer Netzwerke und neu entstehender sozialer Bewegungen.
Für Montgomery ist dokumentarische Fotografie niemals gleichbedeutend mit emotionaler Zurückhaltung oder vermeintlicher Neutralität. Er offenbart die Realitäten des amerikanischen Lebens – unmittelbar und ungestellt, doch zugleich durch seine unverwechselbare Ästhetik verwandelt. Durch den Einsatz von Blitzlicht und eine dynamische Bildkomposition entdeckt Montgomery verstörende Zusammenhänge und eine fragile, oft surreale Schönheit.
AMERICAN CYCLES bietet einen einzigartigen Einblick in ein Jahrzehnt amerikanischer Geschichte, das von politischem Aufruhr und der Wiederkehr sozialer und ethnischer Konflikte geprägt ist. Erfahrbar wird dabei aber auch die ungebrochene Kraft von Solidarität und Gemeinschaft.
Kuratiert von Nadine Isabelle Henrich, Kuratorin Haus der Photographie
Mehr hier.

Wüstenrot Dokumentarfotografie Förderpreise 15

Endet: 04.01.2026
Wo: Museum Folkwang
Ort: Museumsplatz 1, 45128, Essen
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MUTTERLAND Michél Kekulé

Mutterland ist eine fragmentarische, dokumentarfotografische Arbeit, die sich mit den tiefen gesellschaftlichen und persönlichen Bruchstellen befasst, die die deutsche Wiedervereinigung in der ostdeutschen Provinz hinterlassen hat. Über 35 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die Auswirkungen dieser Transformationen noch immer spürbar. Das Projekt bewegt sich zwischen historischer Aufarbeitung und einer intimen Auseinandersetzung mit Kekulés Familiengeschichte.

Artist Talk: Memory Landscapes – MUTTERLAND in Dialogue
Michel Kekulé im Gespräch mit dem Schriftsteller und Fotografen Björn Kuhligk
Über die Nachwendegeneration, Orte und visuelle Reflektionen
06. Dezember 2025, 19 Uhr

Endet: 18.12.2025
Wo: Atelier für Photographie
Ort: Christburger Straße 18, 10405, Berlin
Mehr hier.

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Ausstellungen und Events bis zum 31.12.25

Die folgenden Empfehlungen und Nennungen speisen sich aus dem dieMotive-Veranstaltungskalender. Was eingetragen ist, kann auch genannt werden. Hier und auf Instagram.
Ab sofort ist der Eintrag auch mit Bildupload kostenlos.

Advent Bazaar im Sankt Studio

Bazar
Start 30.11.2025

Prints • Bücher • Objekte

Sankt Studio lädt an allen vier Adventssonntagen zu einem kuratierten Advents Bazaar in einer ehemaligen Kapelle auf einem Kreuzberger Hinterhof ein.
Über 50 Künstler*innen, Fotograf*innen, Illustrator*innen präsentieren ihre Arbeiten. Jede Woche gibt es mehr als 20 wechselnde Aussteller*innen.
Prints, Bücher, Malerei, kleine Editionen, Drinks & Food
Barzahlung willkommen. Kinder & Hunde herzlich willkommen.
Jeden Sonntag Neues entdecken – ein fluides, sich veränderndes Marktgeschehen.
Sankt Studio, ehemalige Kapelle auf einem Kreuzberger Hinterhof
U7 Gneisenaustraße 2 Minuten

Barrierefreier Zugang wollen wir gern ermöglichen – bitte telefonisch unter 0179 32663 (Attila Hartwig) oder per Email absprechen.

Jeden Adventssonntag, 14–20 Uhr
30. Nov • 7. Dez • 14. Dez • 21. Dez

Künstler*innen, Designer*innen und Ideen sind eingeladen mitzumachen. Meldet euch auf Instagram: @sanktstudio
Mehr hier: https://sanktstudio.de

Vom endlosen Scrollen bis zur Selbstermächtigung – das Jagen & Sammeln-Symposium 2025

Symposium
Memes sind visuelle Ohrwürmer – vom Doomscrolling über lustige Katzen, bis hin zu Informationsverbreitung, von Ohnmacht bis Selbstermächtigung. Während die akademische Welt Beschreibungsversuche unternimmt, sind Memes für viele längst ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags geworden. Deshalb lädt der Freundeskreis Photographie beim diesjährigen Jagen & Sammeln Symposium „It’s a meme” am 6.12. alle Interessierten dazu ein, der Meme-Kultur und den Fragen, die sie umgeben, einen Tag zu widmen.

@ Max Dauven

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen Fragen im Spannungsfeld von Kurzlebigkeit/Langlebigkeit, gemeinschaftsbildend/ausgrenzend, Kunst/Nicht-Kunst, Wahrheit/Lüge. Die Referent:innen werden mit Vorträgen, künstlerischen Positionen und medienkritischen Impulsen Grundwissen bereitstellen, Werkzeuge an die Hand geben und gemeinsam erste Schritte in die Tiefen der internet culture wagen. Memes sind visuelle Ohrwürmer, Aufmerksamkeitsmaschinen, Schnipsel, Remixe, Rekombinationen, referenzielle Netzwerke und kreative Ausdrucksformen, die sich verbreiten, Wirkmacht entfalten, Emotionen auslösen und identitätsstiftend oder politisch sein können – von lustigen Katzen bis zur Informationsverbreitung, von Ohnmacht bis Selbstermächtigung.

Wann: 06.12.2025
Uhrzeit: 12:45 - 18:30 Uhr
Wo: Halle für aktuelle Kunst in Hamburg, Deichtorhallen
Ort: Deichtorstr. 1-2
Anmeldung und Infos HIER.

Ausstellung TheirStory Cafe Charlie

OPENING
Das soziokulturelle Ausstellungsprojekt TheirStory, Ihre Geschichten sammelt und archiviert die Erzählungen von Menschen und gibt ihnen eine Platform.
Das Projekt lädt auf verschiedenen Wegen zu Partizipation und Erkundung von Vielfalt ein. Für zehn Tage wird das Cafe Charlie zum Ausstellungsraum für bereits erzählte und Sammelort für neue Geschichten. Komm vorbei, erzähle Deine Geschichte oder erfahre die Deiner Nachbar*innen..

Zur Eröffnung am 05.12.2025 um 15 Uhr warten kostenlose Getränke, Snacks und anregende Gespräche mit unsern ausstellenden Künster*innen auf Dich.

Wann: 05.12.2025
Wo: Cafe Charlie
Ort: Blasewitzer Ring 36, 13593, Berlin
Mehr HIER

Book Release, Tierra sin Agua

Wann: 05.12.2025
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Wo: AFF GALERIE
Ort: Kochhannstrasse 14, Berlin

© Ana Rodríguez Heinlein

Was geschieht, wenn das Wasser verschwindet?
In ihrem Fotobuch „Tierra sin Agua“ (deutsch: Land ohne Wasser) untersucht Ana Rodríguez Heinlein die vielschichtigen Zusammenhänge der Wasserkrise in Spanien. Schwerpunkte setzt Rodríguez Heinlein auf Wasserkultur, Landwirtschaft, gestörte Ökosysteme und Lebensräume.
Im Süden Spaniens wird allmählich sichtbar, was sich zu einem globalen Problem entwickelt. Nahezu jährlich werden neue Hitze- und Dürrerekorde gebrochen, was zu schweren Wasserproblemen führt. Die Wasserkrise äußert sich in Ernteausfällen, leeren Reservoirs und schwindenden Lagunen. Auch wenn die Klimakrise eine wichtige Rolle spielt, liegt das Problem tiefer und ist eng mit dem kulturellen Verständnis von Wasser in Spanien verbunden.

Mehr dazu HIER.

THE STRINGER

Da ist sie nun: die sagenumwobene Dokumentation zur Autorschaft des „Napalm Girl“-Fotos. Hier wird jetzt ein wenig gespoilert, oder vielleicht doch nicht. Ich war wirklich skeptisch: Eine so alte Story, ein legendäres Stück Fotojournalismusgeschichte, und dann soll plötzlich eine Doku daran rütteln? Jahrzehnte später, mit teilweise seltsamen Erinnerungen von Personen, die dabei waren und sich anscheinend noch an Dialoge von vor 50 Jahren erinnern. Naja.
Richtig interessant und erhellend wird es ab Minute 71. Alles vorher baut zwar mit ein wenig Dramatik und Emotion eine Geschichte auf, trägt jedoch nur wenig zur eigentlichen Lösung des Rätsels bei. Seht selbst: Hier bei Netflix.

Und am Ende bleibt natürlich trotzdem die nicht unerhebliche Frage: Wie relevant ist das denn nun? Und, ist jetzt wirklich alles klar? Keine Ahnung.

Eigene Sachen

Durch den ausgefallenen Newsletter im letzten Monat sind hier einige Episoden des im Um vier Ecken Podcast nicht erwähnt worden. Dabei sind ganze 5 Episoden seit dem letzten Bulletin erschienen. Die Themen waren: Extreme Bilder, das UNICEF Foto des Jahres, Fotografie und Bewegung, Erfolg und Softskills und seit dem 27.11. noch Analoge Fotografie. Viel Futter für die Ohren.

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UND NUN DAS BESTE: Nach einem Jahr Pause geht der dieMotive Podcast weiter. Im Januar erscheint die nächste Episode. Es brauchte etwas Pause, um wieder Lust und Motivation für neue Interviews zu bekommen. Ihr werdet hier natürlich dazu als erstes informiert. COOL ODER?
Du hast bis hierher gescrollt. Schön. Ich erinnere noch einmal an die Möglichkeit, dieMotive über STEADY zu unterstützen. Hilft. Immer.
Bis dahin,

Liebe Grüße

Alex



Feedback, Anmerkungen, Hinweise und Sonstiges bitte an info@diemotive.de
Dies war der einundzwanzigste Bulletin.
Der nächste erscheint. Bald. Ende Oktober.

Nun bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Rückmeldungen und die Begegnungen zu bedanken. Wer ANzeigen in diesem Newsletter buchen möchte, melde sich ebenfalls.

Wer in irgendeiner Form mit mir/dieMotive kooperieren möchte, soll sich gerne melden. Ich kooperiere gerne. Und sonst was Maude sagt: Menschen sind meine eigene Spezies, die mag ich.