Share this emailCopy the public link or share it on your favorite channel.
dieMotive Logo

Bulletin #29

Na, wie geht’s? Noch in Arles? Auf dem Rückweg? Gar nicht hingefahren? Gut. Ich auch nicht. Besser ist das. Die Wochen sind einfach zu voll.

Dass dieser Bulletin erst jetzt erscheint, hat auch damit zu tun, dass hier eigentlich eine neue reguläre Podcastepisode beworben werden sollte. Und dann, wie das so ist, kommt etwas dazwischen, also zwischen die Aufnahme. Nichts Schlimmes, aber die Aufnahme musste verschoben werden. Zweimal. Somit kann ich sagen: Ja, da kommt wieder was. Wann genau, steht noch nicht fest.

Dieser Newsletter ist diesmal auch ein Abschied. Ein Abschied in die Sommerpause. Ich brauche auch echt Urlaub und bin vom 20.07. bis zum 08.08. maximal per Telefon zu erreichen, und dann fast nur abends. Denn sonst liege ich im Pinienwald am Atlantik und habe nichts vor. Sehr entspannend.

Danach geht es weiter. Was nicht bedeutet, dass ich in der Zeit dazwischen nicht funke und sende. Dem aufmerksamen Hörer mögen bereits mehrere, wie im letzten Bulletin angekündigt, kurze Podcastepisoden zu Ohren gekommen sein. Ganze acht an der Zahl sind zu unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern und ihren Werken bisher erschienen: Étienne-Jules Marey, Gillian Wearing, Rineke Dijkstra, Harold Edgerton, Dorothea Lange, Sarah Moon, Carrie Mae Weems und Rinko Kawauchi. Siehe unten.
Für die kommenden vier Wochen sind vier weitere geplant, jeweils eine pro Woche. Da ihr hier so schön mitlest, dürft ihr natürlich wissen, was kommt: Diane Arbus, Cindy Sherman, William Eggleston und Julia Margaret Cameron. Voll gut. Eine kleine Audiogeschichte der Fotografie, in the making.

Wer sich etwas besonders wünscht, darf sich gerne melden. Wer jedoch lieber Gesprächen als ausschließlich meiner Stimme zuhört, kann die aktuelle Episode des „Um vier Ecken“-Podcasts hören. Miriam und ich sprechen über Ausstellungen und darüber, was man dazu sagen kann oder sollte. Siehe weiter unten. Auch dieser Podcast geht in eine kleine Sommerpause. Ab Ende August dann wieder alles wie gehabt.

I do my very best to inform and entertain you.
Also dann: viel Spaß beim Zuhören. Den für diesen Bulletin geplanten Text zum Verhältnis von Statistik und Fotografie, sehr spannend, bringe ich im August. Das ist ein wirklich interessantes Thema, bei dem die Fotografie zunächst nicht besonders gut abschneidet. Mehr dazu dann hier.

Einen wundervollen Sommer wünsche ich.

dieMotive FOKUS

Zu den kurzen Podcastepisoden geht es hier lang: Zu hören auf dieMotive oder bei Spotify, Deezer, Apple oder YouTube. Oder bei den sonstigen üblichen Podcastplattformen. GANZ WICHTIG: Wenn euch das gefällt, dann könnt ihr das auch gerne auf der jeweiligen Podcastplattform bewerten. Sterne. Und wenn ihr dieMotive dort folgt, erhaltet ihr immer eine Benachrichtigung, wenn eine neue Episode erscheint. Sehr Hilfreich.

CROWDFUNDING

>>Interstellar Nights<<

Mario Wezel
CROWDFUNDING
Noch bis 15.07.2026,
HIER LANG
An dieser Stelle möchte ich kurz auf ein Crowdfunding für ein Buch hinweisen.
Ein Buch von Mario Wezel. In einem früheren Newsletter habe ich sein Buch „Das Ende der Unsterblichkeit“ am Ende so beschrieben: „Schön ist es, dieses Buch. Du bist Vater.“ Nun hat Mario nachgelegt. Nicht nur, was die Kinder angeht. Auch ein neues Buch ist entstanden. Vollkommen anders als das eben angesprochene, aber nicht minder interessant.
Es geht um die Zeit des Stillens, in der er selbst keine Rolle spielt. Umgesetzt mit einer Wärmebildkamera. Das Buch sieht großartig aus und wurde von Rob van Hoesel, Mitbegründer von „The Eriskay Connection“, gestaltet. Zudem wurde es von der Jury des Images Vevey Book Award 2026 mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet.
Also, da kann man zugreifen. Oder, um es mit den Worten der Projektbeschreibung zu sagen: „Interstellar Nights ist eine zutiefst intime und visuell innovative Auseinandersetzung mit Vaterschaft. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera dokumentiert Wezel den fünftägigen Abstillprozess seines zweiten Kindes und hält die emotionale und körperliche Choreografie des Elternseins mit außergewöhnlicher Zärtlichkeit und Präzision fest.“

Ausstellungen und Events bis zum 14.08.26

Die folgenden Empfehlungen und Nennungen speisen sich aus dem dieMotive-Veranstaltungskalender. Was eingetragen ist, kann auch genannt werden. Hier und auf Instagram.

Fotobuchclub Leipzig

TALK
Wann 05.08.2026, 19:00 Uhr
HALLE 14 – ZENTRUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN DER LEIPZIGER BAUMWOLLSPINNEREI
Einmal im Monat gibt es die Möglichkeit, Fotobücher zu entdecken, zu hinterfragen und schätzen zu lernen – eine einzigartige Form des visuellen Geschichtenerzählens. Der Club verfolgt einen offenen und partizipativen Ansatz und lädt alle zur Teilnahme ein, unabhängig von deinem Hintergrund oder Erfahrung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Es ist einfach:
1. Bring ein Buch mit
2. Stelle das Buch kurz vor
3. Lass uns darüber diskutieren

Die erste (und einzige) Regel des Fotobuchclubs lautet: keine Bücher mit deinen eigenen Fotos.
Fragen zur Entstehung von Fotobüchern, Erfahrungsaustausch, Plaudereien über die Fotobuch-Szene sind erwünscht – lass uns entspannt mit Fotobuchmacher*innen und Fotobuchliebhaber*innen unterhalten, ob allgemein oder thematisch.
Wenn du keine Termine des Fotobuchclubs oder Neuigkeiten von dienacht e.V. verpassen willst, melde dich für den Newsletter an oder folge ihnen auf Instagram und Telegram.
In Kooperation mit:
dienacht Logo

VR-Tag – Ausstellung Schattenbilder & Technoimagination

VERNISSAGE
Wann: 18.07.2026
Uhr: 15:00 Uhr
Wo: Neue Galerie Gladbeck
Ort: Bottroper Str. 17, Gladbeck, 45964

© Achim Mohné

Achim Mohné gehört zu den festen Größen der deutschen Medienkunst. Diese Einzelausstellung stellt erstmals die kameralose fotografische Bildproduktion des ausgebildeten Fotografen und Künstlers in den Fokus. Sie schlägt einen Bogen von frühen Arbeiten der 1990er-Jahre bis hin zu ästhetischen Bildkompositionen aus Performances mit Scannern. Viele der Werke, Fotokopien und Fotogramme, sind erstmals ausgestellt. Sie erscheinen wie fotografische Aufnahmen und befragen, wie elektronische und digitale Informationen in flächige Bildimaginationen umgewandelt werden. Der Begriff der Technoimagination stammt von dem Medienphilosophen Vilém Flusser (1920–1991), intellektueller Pate einiger Werkserien des Künstlers.
Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Neuinterpretation des Märchens „Rotkäppchen“ (Der Wolf vom Königsforst und das Mädchen), die durch KI generiert und mit Filmbildern collagiert wurde. Es entstehen eine analoge und eine virtuelle Installation sowohl für den Innen- und Außenraum. Achim Mohné studierte Kommunikationsdesign und Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, es folgte ein postgraduales Studium der Audiovisuellen Medien an der KHM Köln, bei Jürgen Klauke und Valie Export. Seit 2021 unterrichtet Achim Mohné Fotografie am Fachbereich Design der FH Dortmund, wo er 2023 zum Professor für Dokumentarische Fotografie und transmediales Publizieren berufen wurde.

Nina Berman »HOW TO PHOTOGRAPH CENSORSHIP? DOCUMENTING THE U.S. AUTHORITARIAN PROJECT «

TALK
Wann: 24.07.2026
Uhr: 18:00 Uhr
Wo: Fotografie Forum Frankfurt
Ort: Braubachstraße 30–32, Frankfurt am Main, Hessen, 60311
In ihrem Vortrag spricht die US-amerikanische Dokumentarfotografin, Filmemacherin, Journalistin und Dozentin Nina Berman über ihr Leben und Arbeiten in den USA und reflektiert darüber, wie sie ihre dokumentarische Praxis unter zunehmend autoritären Bedingungen fortführen kann.
Als Professorin an der Columbia University, wo pro-palästinensische Demonstrationen eine internationale Bewegung auslösten und daraufhin staatliche sowie institutionelle Repressionsmaßnahmen folgten, war und ist Berman sowohl Zeugin als auch unmittelbar Betroffene der Etablierung eines noch wachsenden Zensur-Regimes.
Vor diesem Hintergrund stellt sie die Frage, wie sich Einschränkungen von Meinungsfreiheit und akademischer Freiheit fotografisch erfassen lassen, insbesondere dann, wenn Zensur aus Gründen des selbst Schutzes unabdinglich wird oder sich in intransparenten bürokratischen Praktiken manifestiert, die sich oft der öffentlichen Wahrnehmung entziehen.
Als vorläufige Antwort auf diese Fragen präsentiert Berman »The Complaint«, ein laufendes Projekt, das auf ihren Erfahrungen an der Columbia University basiert. Die Arbeit verbindet eigene Fotografien, original Texte und institutionelle Dokumente und versucht, einen zentralen Aspekt des gegenwärtigen US-amerikanischen autoritären Projekts historisch einzuordnen und erzählerisch sichtbar zu machen: die systematische Unterlaufen der Meinungsfreiheit.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Eigene Sachen

Eine neue Episode des Um vier Ecken Podcasts ist seit dem 03.07. zu hören. Wenn von „Ausstellung“ die Rede ist, haben die meisten Menschen wahrscheinlich mehrere Beispiele im Kopf. Sie finden ständig statt, über sie wird geschrieben und der eigene Besuch oder die eigene Teilnahme sind ein präsentes Thema im Leben von Fotografinnen und Fotografen. Doch was gilt es zu beachten, wenn Fotografie und Raum zusammenkommen? Welche Kriterien lassen sich aufstellen? Gibt es No-Gos? Und wo endet bei aller Liebe zum Medium Fotografie das Verständnis? Wir diskutieren die Gesten des Zeigens und die Kategorien möglicher Präsentationen. HIER.
Du hast bis hierher gescrollt. Schön. Ich erinnere noch einmal an die Möglichkeit, dieMotive über STEADY oder via PayPal zu unterstützen. Hilft. Immer.
Bis dahin,

Liebe Grüße

Alex



Feedback, Anmerkungen, Hinweise und Sonstiges bitte an info@diemotive.de
Dies war der neunundzwanzigste Bulletin.
Der nächste erscheint. Bald im August oder so.

Nun bleibt mir nur noch, mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, die Zeit, die Rückmeldungen und die Begegnungen zu bedanken.

Wer in irgendeiner Form mit mir/dieMotive kooperieren möchte, soll sich gerne melden. Ich kooperiere gerne. Und sonst was Maude sagt: Menschen sind meine eigene Spezies, die mag ich.
Email Marketing Powered by MailPoet