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Vortrag Dr. Peter Keup: Zwangsarbeit politisch inhaftierter Frauen n der Strafvollzugseinrichtung Hoheneck

Vortrag Dr. Peter Keup: Zwangsarbeit politisch inhaftierter Frauen n der Strafvollzugseinrichtung Hoheneck

Vortrag Dr. Peter Keup, ehemaliger politischer Häftling und Wissenschaftlicher
Mitarbeiter der Union Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) e.V. in Zusammenhang mit der Ausstellung „Chapter One: Praktica (1964-1989)“.
Thema: Zwangsarbeit politisch inhaftierter Frauen n der Strafvollzugseinrichtung Hoheneck für ALDI

ALDI bezog vor dem Fall der Mauer Produkte aus der DDR, die u.a. von politischen Häftlingen in Zwangsarbeit hergestellt wurden. Millionen Damenstrumpfhosen gingen ihren Weg aus der Fertigungsstelle des VEB Esda Thalheim im DDR-Frauengefängnis Hoheneck in die ALDI Supermarktregale. Dort wurden sie unter dem Namen „Iris“ bei ALDI Nord und „Sayonara“ bei ALDI Süd im Billigsegment verkauft. Die häufig aus politischen Gründen inhaftierten Frauen arbeiteten unter menschenunwürdigen Bedingungen.
ALDI bekennt sich in seinem Verhaltenskodex zu fairen Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechten. Von den Schatten der Vergangenheit will das Unternehmen aber nichts wissen. ALDI ist trotz stichhaltiger Beweise nicht bereit, auf die Betroffenen von Haftzwangsarbeit in der DDR zuzugehen. Ein Schlag ins Gesicht derer, die für die Profite des Konzerns schuften mussten

(in: Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V., Haft-Zwangsarbeit im
Frauengefängnis Hoheneck für ALDI abrufbar unter: https://www.uokg.de/projekte/zwangsarbeitfuer-aldi/ )