Vernissage

Camouflage

Camouflage

Die zweite Fotoskopia Ausstellung widmet sich einem hochaktuellen Thema: der omnipräsenten Aufrüstung und Militarisierung. „Camouflage“ richtet den Blick dabei auf das, was in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig sichtbar sichtbar ist: auf jene ökonomischen und ideologischen Strukturen, die Kriege vorbereiten und ermöglichen. Die vier künstlerischen Positionen von Natalia Kepesz, Claude Bühler, Luis Lucyga und Lennart Pimpl beruhen auf umfassenden Recherchen und machen aufmerksam auf Produktionsorte der Rüstungsindustrie, ideologische Verblendung durch militärische Übungen für Kinder, historische Verflechtungen von Industrie und Krieg sowie auf die Diskrepanz zwischen Nachhaltigkeitsversprechen und tatsächlichen Geschäftsmodellen börsennotierter Waffenkonzerne. In einer Zeit, in der Begriffe wie Kriegstüchtigkeit und Sondervermögen den gesellschaftlichen Alltag durchdringen, soll die Ausstellung Raum für kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen bieten, die Krieg wieder alltagstauglich gemacht haben.