Vernissage
nicht hier i nie tam

nicht hier i nie tam
Mit "nicht hier i nie tam" präsentiert Kate Kuklinski eine fotografische Arbeit über Herkunft, Zugehörigkeit und vererbte Erinnerung. Ausgangspunkt des Projekts ist die Geschichte ihrer Familie in Oberschlesien – einer polnischen Region, die von politischen Umbrüchen, Grenzverschiebungen und wechselnden Zugehörigkeiten geprägt wurde.
Die Arbeit bewegt sich entlang persönlicher und kollektiver Erinnerungsspuren und untersucht, wie sich Geschichte in Familien einschreibt, weitergegeben, verändert oder verschwiegen wird. Zwischen Fotografien, Archivfragmenten und subjektiven Bildern entsteht eine Annäherung an das Gefühl des Dazwischenseins – zwischen Orten, Sprachen, Identitäten und Generationen.
Dabei richtet sich der Blick weniger auf historische Eindeutigkeit als auf die Fragilität von Zugehörigkeit und die Frage, wie sich Identität formt, wenn Herkunft, Sozialisation und äußere Zuschreibung nicht mehr deckungsgleich sind. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich, Erinnerung erscheint bruchstückhaft, widersprüchlich und dennoch wirksam.
Kate Kuklinski (*1991, Hamburg, DE) lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre fotografische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von dokumentarischer Fotografie, Porträt und konzeptuellen Ansätzen. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Fragen von Weiblichkeit, Identität, Gesundheit und Körperpolitik auseinander, insbesondere mit feministischen Bildpolitiken und den visuellen Machtstrukturen, die diese prägen.
