Film | Screening

24FPS – Fotografie im Film „Viktor“

24FPS – Fotografie im Film „Viktor“

Viktor verlor im Alter von fünf Jahren sein Gehör. Er lebt mit seiner Mutter in Charkiw, direkt an der russischen Grenze, und als die Russen die Ukraine angreifen, ist es sein größter Wunsch, sein Land zu verteidigen. Fest entschlossen, sich zu beweisen, will er sich an die Front melden, doch er darf kein Soldat werden. Stattdessen wählt er seine Schwarzweißkamera als Waffe und wird freiwilliger Fotograf für die örtliche Armee.

Mit seinem wilden schwarzen Bart und den leuchtenden Augen ist Viktor wie eine Figur aus einer alten Legende inmitten einer chaotischen Realität. Ein stiller Mann, der auf die Philosophie der Samurai und den edlen Militärgeist schwört, den ihm sein verstorbener Vater eingeflößt hat.

Regisseur Olivier Sarbil ist ein bedeutender Kameramann und Kriegsfotograf und leidet selbst an Hörverlust. Während Viktor einer der fesselndsten fotografierten Filme des Jahres sein mag, ist der Ton ebenso Teil des Erlebnisses wie die Schwarz-Weiß-Bilder. Mit einem Sounddesign des Oscar-prämierten Teams hinter The Sound of Metal ist es ein Film, den wir durch Viktors subjektive Vision einer Welt erleben, die plötzlich in Gewalt und Chaos gestürzt wird.

Dänemark, Ukraine, Frankreich & Vereinigte Staaten 2024, 89 min, ukrainische und russische Originalfassung mit englischen, offenen Untertiteln | FSK: 12 (Eigeneinschätzung)
Regie: Olivier Sarbil | Produzenten: Darren Aronofsky, Dylan Golden, Sigrid Dyekjær, Philippe Levasseur, Brendan Naylor und Olivier Sarbil

über 24FPS – Fotografie im Film:

Fotografie und Film sind untrennbar miteinander verbunden. Nach der Erstellung der ersten Fotografie im Jahr 1826 durch Joseph Niépce dauerte es noch etwa 50 Jahre, bis Eadweard Muybridge Fotografien eines galoppierenden Pferdes anfertigte. Es war das erste Mal, dass Bewegung fotografisch festgehalten wurde. 1895 dann stellten die Brüder Lumiéres ein Gerät vor, welches Filme nicht nur aufnehmen, sondern auch kopieren und vorführen konnte. Der Grundstein für den Kinofilm war gelegt.

24FPS – Fotografie im Film ist ein ehrenamtliches, europaweit einzigartiges Projekt von fotografie- und filmbegeisterten Menschen des Vereins „dienacht e.V.“, die allen Interessierten – unabhängig von der jeweiligen finanziellen Situation – Zugang zu verschiedenen fotografischen Themen ermöglichen möchten.

In unserem Programm decken wir die Vielfalt des Themas sowohl mit Dokumentar- als auch Spielfilmen ab, zeigen Portraits einzelner Fotograf:innen, bewegen uns zwischen sozio-politischen Themen, Geschichte, Kunst sowie Reportage und bemühen uns um Vielfalt aus allen Regionen der Erde.

24FPS – Fotografie im Film ist eine Filmreihe, die monatlich stattfindet. Filmemacher:innen und Expert:innen sind regelmäßig für einen Austausch zu Gast. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.

Wir laden Euch ein, 24FPS – Fotografie im Film gemeinsam zu erleben und freuen uns sehr auf Euer Kommen!