Vernissage

Alles, immer.

Alles, immer.

Alles, immer. – eine Gruppenausstellung von Lehrenden der Fotoabteilung des Lette Verein Berlin – versammelt Fotogafie- und Videopositionen, in denen Veränderung nicht als Ausnahme erscheint, sondern als Grundzustand – als kontinuierlicher Prozess von Transformation, Verschiebung und Neuverhandlung.
Die Arbeiten thematisieren Wandel und die Auswirkungen der gegenwärtigen Schnelllebigkeit auf unterschiedliche Szenarien: in der Natur, urbanen Räumen, dem Selbst, in der Vorstellung von Heimat sowie im Spannungsfeld zwischen Mensch und Technologie. Auch historische Prozesse werden nicht als abgeschlossen betrachtet, sondern als etwas, das nachwirkt, sich überlagert und in der Gegenwart neu lesbar wird. Neben diesen strukturellen Veränderungen rücken zwischenmenschliche Beziehungen in den Fokus. Intimität, Nähe und Distanz werden ebenso verhandelt wie auch Fragen der Selbstinszenierung und des Sich-Zeigens im privaten und öffentlichen Raum. Dabei entstehen Momente, in denen Verletzlichkeit, Beobachtung und Projektion ineinandergreifen.
Als verbindendes Element wirkt Resonanz: das Nachhallen von Bildern, Bewegungen und Begegnungen. Die Ausstellung versteht sich als offener Raum, in dem individuelle Erfahrung auf kollektive Prozesse trifft und Wandel nicht nur sichtbar, sondern spürbar wird. Alles, immer in Bewegung, im Abgleich, in (Dis)balance.

Mit Arbeiten von: Wolf-Kristian Barthen, Michael Biedowicz, André Giogoli, Valentin Harnisch, Idris Kolodziej, Russel Liebman, Andreas Meichsner, Claudia Rorarius, Annika Schönfeldt, Ina Schoof, Christina Stivali, Sabine Schründer, Frank Schumacher und Paula Winkler

Kuratiert von Nora Lina Merten und Kathleen Pracht