Nina Berman »VISUAL STORYTELLING AND THE INTERPLAY BETWEEN ARCHIVE AND CREATIVE PHOTOGRAPHY«

Archive – ob persönliche oder institutionelle – sind fruchtbares Material für kreative Fotograf*innen, die ihr visuelles Storytelling erweitern und ihren Bildern Kontext verleihen möchten, indem sie visuelle oder textliche Materialien einbeziehen, die von anderen geschaffen wurden.
Doch wie lässt sich gefundenes Material mit eigener fotografischer Produktion kombinieren? Ist das Archiv eine Antwort auf Fragen der Erinnerung und unterdrückten Narrative, oder ist es eine rätselhafte Präsenz, die nur dazu dient, das scheinbar Alltägliche und Gewöhnliche komplizierter wirken zu lassen? Ist das Archiv eine wahrhaftige Stimme – oder eine verdächtige, die befragt, gestört und unterlaufen werden muss, etwa durch kreative Methoden wie Schwärzung, Wiederholung oder Rekonstruktion?
Durch Künstler*innen-Präsentationen, praktische Übungen und kritische Diskussionen richtet sich dieser 4-tägige Workshop (24.–27. Juli 2026) der FFF Akademie an Teilnehmende, die bereits an einem Projekt arbeiten, sei es ganz am Anfang oder kurz vor dem Abschluss, und die ein unterstützendes, kreatives Umfeld suchen, um Ideen zu narrativer Struktur sowie zum Zusammenspiel von eigener Fotografie und Archivmaterial zu erproben. Am Ende des Workshops werden die Teilnehmenden mehr Sicherheit im kreativen Umgang mit Archiven als erzählerischem Element gewonnen haben, um ihre fotografische Praxis zu erweitern.
Während des Workshops gibt es die Möglichkeit, ausgiebig mit Nina Berman ins Gespräch zu kommen und mit ihr über die eigene Arbeit zu sprechen.
Am Freitag, 24.07., 18 Uhr findet außerdem ein Vortrag »HOW TO PHOTOGRAPH CENSORSHIP? DOCUMENTING THE U.S. AUTHORITARIAN PROJECT« mit Nina Berman statt.
