PHILIP MONTGOMERY – AMERICAN CYCLES
PHILIP MONTGOMERY – AMERICAN CYCLES
Der mexikanisch-amerikanische Fotograf Philip Montgomery (geb. 1988) ist bekannt für seine fotojournalistischen Arbeiten, in denen er die Gesellschaft der Vereinigten Staaten – ihre Konflikte und Allianzen – in ikonischen Schwarzweißbildern porträtiert. Ob in Minneapolis nach der Ermordung von George Floyd oder in Miami während des Hurrikans Irma – seine Fotografien zeichnen sich durch eine spürbare Spannung zwischen der Zeitlosigkeit seiner dramatischen Bildsprache und der Dringlichkeit des dargestellten Geschehens aus. Mit AMERICAN CYCLES präsentiert das PHOXXI die erste große institutionelle Einzelausstellung Montgomerys.
Von Donald Trumps erster populistischer Kampagne bis zur Black-Lives-Matter-Bewegung, über Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, bis hin zu Wirtschaftskrisen und deren Auswirkungen auf die Menschen, zeigt die Ausstellung über 100 Arbeiten aus den Jahren 2014 bis heute. Darunter auch Montgomerys Porträts von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur sowie seine Untersuchung politischer Netzwerke und neu entstehender sozialer Bewegungen.
Für Montgomery ist dokumentarische Fotografie niemals gleichbedeutend mit emotionaler Zurückhaltung oder vermeintlicher Neutralität. Er offenbart die Realitäten des amerikanischen Lebens – unmittelbar und ungestellt, doch zugleich durch seine unverwechselbare Ästhetik verwandelt. Durch den Einsatz von Blitzlicht und eine dynamische Bildkomposition entdeckt Montgomery verstörende Zusammenhänge und eine fragile, oft surreale Schönheit.
AMERICAN CYCLES bietet einen einzigartigen Einblick in ein Jahrzehnt amerikanischer Geschichte, das von politischem Aufruhr und der Wiederkehr sozialer und ethnischer Konflikte geprägt ist. Erfahrbar wird dabei aber auch die ungebrochene Kraft von Solidarität und Gemeinschaft.
Kuratiert von Nadine Isabelle Henrich, Kuratorin Haus der Photographie
