Vernissage
porous

porous
porous beschreibt einen Zustand der Durchlässigkeit. Eine Oberfläche, die nicht abschließt, sondern Spuren aufnimmt und weitergibt.
Die fotografischen Arbeiten nähern sich diesem Zustand auf metaphorische Weise. Sie sind tastend – in fragmentarischen Momentaufnahmen ebenso wie in bewusst konstruierten Situationen. Sichtbares und Verborgenes oder Natürliches und Artifizielles überlagern sich und erzeugen Bildräume, die weniger dokumentieren als andeuten. Fotografie wird hier zum Mittel der Annäherung an Zustände, die sich einer klaren Verortung entziehen.
Teilweise entstehen sie aus verschwommenen Kindheitserinnerungen, Gefühlen und inneren Bildern, deren Ursprung sich oft nicht mehr eindeutig bestimmen lässt. Es sind Motive, die sich unbewusst immer wieder in unsere Bildwelt einschreiben und unsere Wahrnehmung prägen. Die Arbeiten folgen diesen Spuren, ohne sie eindeutig aufzulösen oder zu erklären.
Sie laden dazu ein, Lücken zuzulassen und das Eigene zwischen den Bildern zu entdecken. porous versteht Erinnerung nicht als Archiv, sondern als lebendigen Prozess.
„Fountains“ ist eine Kollaboration der Fotografinnen Nora Lina Merten und Kathleen Pracht. Ihre Zusammenarbeit entwickelte sich während ihres Studiums der Fotografie am Lette-Verein Berlin (2015–2018), wo sie eine Gemeinsamkeit in ihrer bildlichen Sprache entdeckten: das Interesse an der poetischen Dimension der Welt – im permanenten Wandel.
Beide Künstlerinnen richten ihren Blick hauptsächlich auf gefundene und inszenierte Stillleben und setzen dabei ihre Fotografien in den Dialog. In ihren Arbeiten untersuchen sie Spannungsfelder zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit und machen Bewegungen, Transformationen und Prozesse innerhalb der sie umgebenen Welt sichtbar.
