Vernissage

State of Belonging

State of Belonging

In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und verschobener globaler Machtverhältnisse wird das Verhältnis zwischen Individuum und Staat immer komplexer. Die Ausstellung “State of Belonging” beschäftigt sich anhand fotografischer und videobasierter Arbeiten mit Fragen der Zugehörigkeit, Identifikation und Ausgrenzung.

In ihrer Arbeit “Hairouna” untersucht Sarah Jade Sullivan die anhaltenden Strukturen kolonialer Vergangenheit auf St. Vincent und den Grenadinen. Sie zeigt die Erfahrungen und Perspektiven junger Erwachsener auf der Suche nach der eigenen Identität zwischen indigener Herkunft und kolonialem Erbe.

Chiara Wettmann thematisiert in “Stateless” die fragile Existenz staatenloser Menschen im Libanon und in Syrien. Ohne staatliche Zugehörigkeit bleiben ihnen gesellschaftliche Teilhabe und grundlegende Rechte verwehrt – oft über Generationen.

Die dokumentarisch-fragmentarische Videoarbeit „Liberty in our Lifetime“ basiert auf der gleichnamigen Konferenz der Free Cities Foundation. Darin untersucht Maidje Meergans das anarcho-kapitalistische Konzept der Privatstadt und dessen Zukunftsversprechen.

Die Verbindung dieser drei künstlerischen Positionen zeigt, wie historische Kontinuitäten und aktuelle Brüche das Verständnis von Staatlichkeit und Zugehörigkeit infrage stellen und neu definieren.