Harold Edgerton war Ingenieur, Forscher und Fotograf zugleich. Und genau in dieser Verbindung liegt seine besondere Bedeutung für die Fotografie. Mit seinen weiterentwickelten stroboskopischen Verfahren machte er Bewegungen und Vorgänge sichtbar, die dem menschlichen Auge normalerweise entgehen. Seine Bilder zeigen nicht nur spektakuläre Momente, sondern auch, wie eng Technik, Erkenntnis und Form zusammenhängen können. Ausgehend von Milk Drop Coronet von 1957 geht es in dieser Folge um Edgertons Arbeit zwischen Wissenschaft und Bildproduktion, um die Zerlegung von Bewegung, um Hochgeschwindigkeitsfotografie und um die Frage, weshalb ausgerechnet ein technisch erzeugtes Experiment zu einem der bekanntesten Fotos des 20. Jahrhunderts wurde. Edgertons Arbeiten stehen dabei auch im Verhältnis zu Étienne-Jules Marey: ähnlich im Interesse an Bewegung, aber anders in Methode, Präzision und fotografischem Ergebnis.
Shownotes
Milk Drop Coronet Rot
https://www.artic.edu/artworks/120885/milk-drop-coronet
Milk Drop Coronet SW
https://www.metmuseum.org/art/collection/search/281916
Der Worthington Jet
Bewegungsabläufe
https://www.nga.gov/artists/16506-harold-edgerton
Harold Edgerton und der Stroboskopblitz
https://en.wikipedia.org/wiki/Harold_Edgerton#/media/File:Doc_Edgerton_1963.jpg
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Redaktion und Produktion: Alexander Hagmann
